A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1976/66-1. (Szeged, 1978)

Gallé László: Die Felchtenassoziationen in Ungarn

FLECHTENASSOZIATIONEN IN UNGARN von L. Gallé Die Forschung der Flechtenassoziationen in Ungarn begann am Ende der 1920-er Jahre. Auf Grund der einschlägigen Veröffentlichungen, die in den vergangenen 50 Jahren erschienen sind, ist gelangen, einen zusammenfassenden Aufsatz zu schreiben, der sich außer der Aufzählung und Bewer­tung der im Lande untersuchten Flechtenassoziationen auch mit der Geschichte der Forschung, mit Grundbegriffen der Pflanzenzönologie, mit Lebens-(Gewachs-) formen der Flechten beschäftigt, und der außer den Fragen der Sukzession auch die Methoden der Aufnahme der kryptogamen Assoziatio­nen, die gestaltende Wirkung der Umweltfaktoren und den in der Phitozönologie eingenommenen Platz der Flechtenassoziationen behandelt. Zahlreiche Verfasser betrachten die steinbehausten (epilithen), bodenbehausten (epigäen) und auf Baumstämmen lebenden (epiphyten) Zönosen als Assoziationen, zwischen denen es keinen Unterschied gäbe, und dementsprechend bilden sie die Namen mit der Endung -etum, die für die Assoziationen gültig angenommen worden ist. In dieser Hinsicht sind aber die Auffassungen der mei­sten Forscher nicht einheitlich. Der Deutung des Verfassers nach können die auf bloßer Felsen- o­der Bodenoberfläche erscheinenden Flechtenassoziationen, die den Nährboden für die Stengelpflanzen vorbereiten, nicht die Folgen der später erscheinenden höheren Assoziationen sein, so sind sie als selbständige Assoziationen zu betrachten, z.B. Lecideetum limosae Klem., Aspicilietumcinereae Frey usw. Gleicherweise müssen auch als selbständige Assoziationen diejenigen epiphytische und epixyle к yptogame Zönosen aufgefast werden, die auf Lattenzäunen, Brettervorrichtungen oder einsamen, also freistehenden Bäumen vorkommen. Auch diese sind selbständige Assoziationen, sie hängen a'so nicht vom Wald ab, z.B. Physcietum ascendentis Frey et Ochsn., Lecanoretum allophanae Du­vign. usw. Wenn aber in der Zönose mehrere Arten vorkommen, derer Abhängigkeit vom Wald als hö­herwertiger Pflanzenassoziation zweifellos ist, also die Assoziation nicht selbständig, sondern organi­sches Zugehör des Waldes ist, dann darf sie nicht als Assoziation, sondern sie muß als minderwerti­gere Synusie betrachtet werden, z.B. Parmelia caperata synus., Phlyctis argena synus. usw. Drr Aufasatz behandelt die in Ungarn vorkommenden epilithen und epigäen Flechtenassoziatio­nen mit dem System von O. Klement (1955), die epifitonen Assoziationen mit dem System von J. J. Barkman (1958), das innerhalb 47 Flechtenassoziationen auch mehrere Subassoziationen und zahlrei­che Abarten aufzählt. Die Darlegung der einzelnen Flechtenassoziationen geschieht auf Grund synthetischer Listen. Nach den Listen kommt die Charakterisierung der Assoziationen, die Darlegung ihrer Sukzessions­verhältnisse und Vorkommnisse. Die Assoziationen, die bisher nicht besprochen wurden, detailliert der Verfasser in 20 Tabellen, die die Fundortaufnahmen enthalten. Der Aufsatz wird mit der wichtigeren, die Flechtenassotionskunde betreffenden, in ungarischen Bezügenaber mit der Aufzählung der ganzen Literatur beendet. 493

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