A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1976/66-1. (Szeged, 1978)
Hegedűs, Katalin. Der Tumulus mit dem Grubengrab von Szentes-Besenyőhalom
Lehmbewurfstücke, Tierknochen, Werkzeuge usw. miteinander vermischt geraten sind und so haben wir mit Recht angenommen, dass die Erde des Grabhügels von solchen Stellen zusammengetragen wurde, wo im Altneolithikum ein jungsteinzeitliAbb.2 ches Dorf gewesen sein konnte. Später wurde diese unsere Voraussetzung auch von der Freilegung bestätigt: in der unmittelbaren Umgebung des Hügels bzw. unter dem Hügel haben wir die jungsteinzeitliche Siedlung gefunden, aus der wir im Bereich des durch die Maschine gezogenen Grabens, 92 m 2 auch freigelegt haben (II. — IV. Flächen). Die Körös-Kulturschicht war im Durchschnitt 60 cm dick. In die Ausgrabungsfläche ist kein Haus bzw. keine Herdstelle gefallen, jedoch waren die einigen ausgegrabenen Abfallgruben recht reich an Funden. Auf Grund der Keramikfragmente von Szakáihát- und Theiss-Kulturen, die als Streufund vom oberen Teil der 60 cm dicken Körös-Kulturschicht stammen, kann als sicher angenommen werden, dass dieser sich über das Hochwassergelände erhebende Uferstreifen bis zum Ausgang des Neolithikums bewohnt war. 4 Die jungsteinzeitliche Kulturschicht war von einer 20—25 cm dicken sterilen Humusbank abgeschlossen. Nach dem Aufhören des Lebens der jungsteinzeitlichen Siedlung wurde der Uferstreifen von der Vegetation bewachsen und die damalige Oberfläche humifiziert. Beim Abtragen der S —Seite des Besenyőhalom hat der Maschinenmeister L. Mata einen aus Bronzeblech gepressten, blasigen, keltischen Armring gefunden, den er nachträglich im Museum zu Szentes abgegeben hat. Der Armring lag in der Nähe eines Skelettgrabes, in geringer Tiefe, von der Oberfläche des Hügels gerechnet 80 usque 100 cm tief. Dieser, auch seinem Typ nach um die Jahre 250 v. u. Z. datierbare Armring kann auf des Berichtes des Finders, aus dem in die Erde des Hügels nachträglich eingegrabenen keltischen Grab herrühren. In der Umgebung des Hügels haben wir eine Geländebegehung vorgenommen. In SW-Richtung vom Hügel — etwa 200 m weit — lagen auf eine sarmatische 4 Die Bearbeitung des reichen jungsteinzeitlichen Fundmaterials ist im Gange, es wird in einer anderen Abhandlung publiziert. 29