A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1976/66-1. (Szeged, 1978)

Kürti Béla: Ferenc Móras Ausgrabungen in Dorozsma

FERENC MÓRÁS AUSGRABUNGEN IN DOROZSMA von Béla Kürti Aus der Angelegenheit der hundersten Jahreswende der Geburt von Ferenc Móra stellte der ehemalige Volkslehrer, Lajos Hock (von 1933 an Hídvégi genannt) seinen Korrespondenz mit Mu­seumsdirektor Ferenc Móra, insgesamt 8 Briefe dem Szegeder Museum zur Verfügung. Lajos Hock war im Jahre 1930 als junger Lehrer in einem kleinen Dorf inmitten der zur Stadt Szeged angehörigen Einzelgehöft-Welt tätig, wo die Schule im allgemeinen zum Kulturzentrum diente. Die Bauern brachten nämlich hieher die im Laufe der Feldarbeiten zum Vorschein gekomme­nen Knochen, Scherben und Metallschmucke. Die Archäologie interessierte Lajos Hock: er suchte selbst die Fundstellen auf, machte sogar Skizze und brachte endlich alles zur Kenntnis dem Schrift­steller-Archäologen Museumsdirektor. So trat er mit Ferenc Móra in Verbindung und — wie sich es aus den Briefen erklärt — half ihn begeistert die Grabungsarbeiten zu vorbereiten. Herausgeber hat den Inhalt der Briefe natürlich aus archäologischem Gesichtspunkt überprüft und kommentiert: er hat den dort erwähnten Ortsnamen (d. h. Fundorten) nachgeforscht und sie wie ihre ehemaligen Grundbesitzer entweder in den Fundprotokollen oder bei den Abkömmlingen identifiziert. Er hat auch die bezüglichen Grabungsaufzeichnungen Moras aufgeführt. Nicht einmal wurde von ihm erwiesen, daß Móra ein — von Hock veranlasste — Grabungsthema nach Jahren später durchgeführt hatte. Wie dem jungen Lehrer die Bekanntschaft und die gemeine Arbeit mit Móra, dem ausserordent­lichen Menschen ein Erlebnis für das ganze Leben bedeutete, erinnerte sich auch Móra an Hock wie den Einzigen unter den Lehrern, der die Ausgrabungen des Museums während seines Direktorats unterstützt hat. 26

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