A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1974/75-1. (Szeged, 1975)

Juhász Antal: Die gegenständliche Versehenheit des Bauertums

Takács L., 1972. A Néprajzi Múzeum magyar gyűjteményeinek katalógusa. NÉ. 19—46. Tárkány Szűcs E., 1961. Vásárhelyi testamentumok. Bp. Vajkay A., 1959. Szentgál. Egy bakonyi falu néprajza. Bp. Varga Gy., 1965. A parasztgazdaság munkaeszközei. In: A parasztság Magyarországon a kapita­lizmus korában 1848—1914. Bp. 1. 267—348. DIE GEGENSTÄNDLICHE VERSEHENHEIT DES BAUERNTUMS von Antal Juhász Zweck des Verf. war: die Gebrauchsgegenstände einiger Bauernfamilien ins Inventar zu nehmen und systematisieren, damit er letzten Endes zu der gründlicheren Erkennung der gesellschaftlich differenzierten Bauernlebensform beizutragen beabsichtigt. Drei nach dem Vermögen verschiedene Wirtschaften sind im Bereich von Szeged zur Datenaufnahme gewält: je ein Gehöft eines ehemaligen Landwirts, eines Kleinbauern und eines Zwergbauern (Vgl. : Fél—Hofer : Geräte der Átányer Bauern. Bp. 1974). Hiermit versuchte Verf. die Gesichtspunkte der Datenaufnahme dadurch zu erweitern, dass auch die Herkunft jedes Gegenstandes aufgezeichnet wurde (Erbschaft, Mitgift, Hockzeitsgeschenk, Kauf, selbständiges Produkt, späteres Geschenk usw.). Es bietet sich eine weitere Einteilung je nach­dem, ob welcher Generation und welchem (männlichen o. weiblichen) Zweig das Ergbut entstammt, bzw. wo und von wem die Familie ihre Gebrauchsgegenstände gekauft hat. Gehöft Nr. 304 im 3. Bezirk von Röszke wirtschafteten der heutige Eigentümer und sein älterer Bruder auf einer Fläche von ungefähr 40 Katastraljoch gemeinsam bis 1959. Das ältere Wohn­haus des Gehöftes (Abb. 1). wurde um 1850 gebaut, seine Einteilung ist: Zimmer-Küche-Zimmer­Kammer. Die Feuerstätte, die Fassade und das Dach wurden um 1900 umgebaut. Das andere Wohnhaus hat man um 1879 gebaut, das eine Zimmer-Hausdiele (Küche) -Weinkammer-Speise­kammer-Einteilung aufweist. (Abb. 2.) Das Gehöft war eine wohlhabende Wirtschaft von Paprika­anbau und intensiver Nutzviehzucht, wo 993 Gegenstände ins Inventar genommen wurden. Zu dem Gehöft Nr. 122 (3. Bezirk von Szatymaz) gehören gleichfalls zwei Wohnhäuser: das erste hatte man in den 1840-er Jahren gebaut (Abb. 4), das neuere Haus aber (Abb. 5) stammt von ungefähr 1880. Vor der LPG-(Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft)-Wirtschaftsführung war es ein typisches Kleinbauerngehöft, die nach den örtlichen Traditionen einen intensiven Wein­und Obstanbau und auch Viehzucht führte. Diesem Kleinlandwirt standen 12,5 Katastraljoche zur Verfügung. Hier wurden 740 Geräte ins Inventar genommen. Die Zwergbauernwirtschaft vertritt das Gehöft Nr. 269 ebenfalls im 3. Bezirk von Szatymaz (Abb. 8—9). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte es dem Grundbesitz eines vermögenden Bauern an. Die heutigeren Besitzer: ein altes Ehepaar (Abb. 14) haben das Gehöft: das Wohnhaus mit dem daneben liegenden Grundstück vom 2 Katastraljoch zusammen im Jahre 1936 gekauft. Auf diesem Gehöft konservierte sich am besten der gegebene, kleinbauerliche Stand der traditionellen Hausein­richtung und der gerätlichen Ausrüstung. Hier hat man ein Inventar über 630 Gegenstände aufge­nommen. Auf Grund des gruppierten Gerätbestandes der Bauerngehöfte kam Verf. zu den folgenden Ergebnissen : 1. die Geräte zu bestimmen, die in der Bauernfamilie von Generation zu Generation geerbt wurden; 2. genaue Daten über das Mass der bauerlichen Selbstversorgung zu bekommen; 3. Angaben über die Tätigkeit der Bauernspezialisten (der Bastler usw.); 4. über die Rolle des Kaufes auf Jahrmärkten und Märkten; 5. die Wirkung und die Verbreitung der fabrikindustriellen Produkte auf den Gehöften der sich verbürgerlichenden Stadt der Alföld. Neben den systematisierten Inventartabellen fasst eine spezielle Tabelle ein, von wem die Gebrauchsgegenstände erzeugt worden sind. 166

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