A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1969. 2. (Szeged, 1969)
Németh, Péter: Bemerkungen zur Auswertung des sog. Schatzfundes von Tokaj
ringe vom zeitangebenden Charakter. Die Exemplare aus dickem, rundem Draht sind laut der neusten Forschungen in die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts zu setzten. 67 Diese chronologische Datierung gibt einen eintscheidenen Beweis bezüglich der Zeit, wo der Schatz in den Boden kam. Die am wenigsten erklärbaren Stücke des Fundkomplexes sind diejenige, die von den jugoslawischen Archäologen Gehängetyp von Tokaj genannt wurden und die von B. Szőke nicht ganz genau als die drei Kügelchen verzierten Gehänge bezeichnet sind. Die Exemplare dieses Typs sind im Karpathen-Becken nicht nur aus dem Schatz von Tokaj bekannt — wie B. Szőke meinte —, sondern kommen ähnliche Stücke von Süd-Polen bis Bulgarien vor. 68 Im Schatz von Zawada Lanckoronska (pow. Brzeskim, woj. Krakow) kennen wir 4 Silberperle, die an die grossen Kugel von Tokaj erinnern, neben 6 Stücken von Gehängen, die mit einer Weintraube und zwei Paaren von Perlenkränzen verziert sind. 69 Auf Grund der Chronologie der schlesischen Hacksilberfunde und anderer Stücke des Fundkomplexes meint R. Jamka, dass der Fund im zweiten Viertel des 11. Jahrhunderts in den Boden kam. 70 Im Schatzfund von Czernowitz kommt ein, dem Gehänge von Tokaj entsprechendes Gehängepaar vor, (nicht dasselbe, welches von Corovic-Ljubinkovic beschrieben wurde). 71 R. Noll setzte den Schatz, mit Fragenzeichen, in die Jahre gegen 1000, und veröffentlichte seine Beschreibung und eine Gruppenaufnahme. 72 Der Schatz von Kladovo 73 — worin ein Armband, sechs erhaltene und ein fragmentiertes Gehänge, die mit drei Kügelchen verziert sind, zu finden sind, welche dem Tokajer Typ entsprechen — ist für uns besonders wichtig, weil drei Exemplare der genauen Kopien des Armbandes in Dragizhewo (Bulgarien) gefunden wurden, in einem Grab, wo nach der Beschreibung des Archäologen, auch Goldmünzen von Andronikos IL (1283-1328) und Mihail IX. (1295-1324) zum Vorschein kamen. 74 Dieser Armbandtyp ist auch aus der Popovo-Region, aus Sliwen (2 St) und aus Tirgoviscze (Bulgarien) bekannt. Die bulgarischen Archäologen setzten diese Objekte in die 11.—12. Jahrhundert. 75 Was die Zeitansetzung betrifft, die Fachliteratur ist im allgemeinen nicht einverstanden. 76 Der Typ wurde auf Grund der Exemplare aus Tokaj, die samt 67 Szőke: op. cit. 89; К. Mesterházy: Az s-végű hajkarika elterjedése a Kárpátmedencében. Déri Múzeum Évkönyve, 1962—1964. 95—107. e8 Aus Bulgarien S. Georgieva, S.: Blgarskite srednovekovni nakiti. Archeologija, III. (1961) 4. ssk. Bild 1. 8. 89 Jamka: op. cit. Tabl. X1V/1. 70 Jamka: op. cit. 100; vergl. Seger, H.: Die schlesischen Silberschätze des 10. und 11. Jahrhunderts. Altschlesien, 2. (1928) 129—161. 71 Corovic-Ljubinkovic, M.: Nausnice t. z. tokajskog tipa. Rad Vojvodjanskih Muzeja, 3. (1954) 84. 72 Noll, R.: Vom Altertum zum Mittelalter. (Führer durch das Kunsthistorische Museum Nr. 8.) Wien, 1958. 79—80. Bild. 57. 73 Gubitza K.: A zombori (sáponya-pusztai) bronzleletről és a kladovoi kincsről. Arch. Ért. 28. (1908) 264—265; Gubitza К.— Trencêny К.: A Bács—Bodrog vármegyei történelmi társulat múzeumának képes kalauza. Zombor. 1903. 78. Taf. 16. (Sombor, [Jugoslawien],, Gradskij Muzej. Inv. Nr. 3216—3224.) 74 Stancev S.: Sztara tradicija v edin naroden nakit. Archeologija, IV. (1962) 9., Bild 7—8. 75 Stancev: op. cit. 9., Bild. 9—10. 76 Corovic —Ljubinkovic: op. cit. 82—83., er setzt den Schatz von Tokaj und den Schatz von Kladovo in die zweite Hälfte des 10. Jahdts, den Schatz vön Czernowitz in die 10—11. Jhdt. Szőke: op. cit 51. stellt, fest, es sei unmöglich, dass man den ganzen Schatz von Tokaj in die zweite Hälfte des 10. Jhdts setze. 13* Í9S