Nagy Gyula (szerk.): A Szántó Kovács János Múzeum Évkönyve (Orosháza, 1963-1964)

Beck Zoltán: Temetkezési szokások Orosházán

- 450 -Zoltán Becks BESTATTUNGSSITTEN IN OROSHÁZA Die Studie ist ein Teil einer dreifach gegliederten grösseren Ar­beit, die das Brauchtum in Orosháza an Hand der drei wichtigen Momente des menschlichen Lebens, der Geburt, der Eheschliessung und der Bestattung sam­melt und bearbeitet. Die einzelnen Kapitel veranschaulichen die Sitten, Bräuche und Aberglauben in der Reihenfolge der einzelnen Etappen des trau­rigen Ereignisses des Hinscheidens und des Begräbnisses. Da die Bewohner von Orosháza grösstenteils evangelisch sind, war der Verfasser bestrebt, vor allem in der evangelischen Schicht Material zu sammeln. Da die Stadt von den evangelischen Bewohnern der Gemeinde Zomba An Transdanubien, Komitat Tolna/ im Jahre 1774 gegründet worden ist, war es notwendig, auch in der "Urheimat" zu sammeln, den Ursprung oder die Analo­gien gewisser Bräuche zu ergründen oder nachzuweisen. Aus der reichen Literatur Uber die Bestattungen wurden zur Komp­lettierung der Beschreibung einzelner Bräuche Analogien einbezogen, wodurch auch nachgewiesen werden konnte, dass die in Orosháza angetroffenen und stu­dierten Sitten, Bräuche und Aberglauben sich nicht auf diese Stadt beschrän­ken, sondern Bestandteile einer universellen völkischen Glaubenswelt sind. Der Verfasser war bestrebt, von solchen Personen Angaben zu sam­meln /Totengräber, Küster, Glöckner/, die vertrauenswürdig sind und die die viele Jahre hindurch gründlich beobachteten Sitten getreu wiederzugeben vermögen. Innerhalb des Aufsatzes werden die materiellen Bewandtnisse der Bestattung nicht berührt. Die Ankleidung des Verstorbenen, das Schnitzen des Grabholzes, das Graben und andere materielle Bewandtnisse der Bestattungen sollen in einem separaten Aufsatz besprochen werden. Der Verfasser hofft, auch mit dieser Form seiner Studie zur Er­kenntnis der Seele des Orosházaer Volkes beigetragen zu haben.

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