Nagy Gyula (szerk.): A Szántó Kovács János Múzeum Évkönyve (Orosháza, 1963-1964)

Rajnavölgyi Géza - Szabó Ferenc: Justh Zsigmond és a századvégi agrárszocialista mozgalom

106 ve, egymagában as áradat kttsspett, de as ártól érintetlenül". A tanulmány RainavOlgyl Gésa középiskolai tanár /Székesfehérvár/ fran­ciából készített kéziratos Justh-forditásalnak felhasználásárai Író­dott. Itt jegyzem meg, hogy a Justh Zsigmond életművét legújabban ér­tékelő, kiváló tanulmány /Diószegi András: Justh Zsigmond.Irodalomtör­téneti KOslemények, LXIV. /Í96o-b5á-673/sem foglalkozik az iro és a földmunkásmozgalom kapcsolat árai/. Géza Rajnavölgyi - Ferenc Szabót ZSIGMOND JUSTH UHD DIE AGRARSOZIAUSTISCHE BEWEGUNG BfOB DBS 19. JAHRHUNDERTS Zsigmond Justh /1863-1894/ stanzte aus dem mittleren Adel und war ein bedeutender Vertreter der fortschriftliehen Literatur im ausgehenden 19. Jh. Während jener Jahre, die er in Budapest, in Paris und in Westeuropa ▼erbrachte, bewegte er sieh vornehmlich in den Kreisen der Aristokratie und der Bourgeoisie. Den Grosstell seiner Lebens verbrachte er auf seinem Gut in Szentetornya bei Orosháza, wo er das Leben der Bauern studierte und wie Tolstoi, sich mit Erdarbeitern, Insleuten und Kleinbauern befreundete. Er erkannte,wie verkommen die ungarische Aristokratie und dio führende Schicht des Landes ist,dass sie willenlos dem Untergang entgegengeht, aber auch die Lebenskraft der Bauern. Auf Grund der modernen biologischen Theorien war er der Auffassung, dass man Ungarn nur duch Vermi schm von Herren und Bauern, durch ein friedliches Verschmelzen der Klassen zu einem lebensfähigen Land machen kann, vor allem über den Weg der kulturellen Erhebung der Bauern. Seine literarische Tätigkeit stand ebenfalls im Dienste dieser romantischen Konzeption. Dio vorliegende Studie behandelt die Beziehung zwischen dem Schriftsteller und den grossen sozialistischen Bewegungen der Erdarbeiter der Grossen Ungarischen Tiefebene am Ende des 19. Jhs. Ziel dieser Bewegun­gen war, bessere Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten zu erringen und ihr Grund war die bodenlosigkeit der Bauern, Hemd ln Hand mit ihrer Ausbeutung sei­tens der Grundbesitzer. Eines der wichtigsten Zentren dieser Bewegungen war Orosháza, wo es am l.Hai 1891 zu einem blutigen Zusammenstoss zwischen Erd­arbeitern und Gendarmen und Soldaten kam. Auf dieses Ereignis folgte ein jahrelang waltender amtlicher Terror. Axis bisher unbekannten Angaben geht hervor, dass Zsigmond Justh die Organisierung der Bauern in Szentetornya mit Interesse verfolgte und zaghaft auch unterstüzt hatte; er fand die Unzufriedenheit als berechtigt, und sah auch, dass die Bodenfrage ungelöst ist. Vor einer revolutionären Lösung schreckte er aber zurück. Da die Schärfung des Klassenkampfes seine

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