Sz. Kürti Katalin: Munkácsy-ereklyék és dokumentumok a békéscsabai múzeumban (A Békés Megyei Múzeumok Közleményei 18. Békéscsaba, 1994)

Von Sedelmayer erhielt Munkácsy jährlich 100000, manchmal auch 220000-300000 Franc. Der aufwendige Haushalt, die aus Kunsthandlungen bezogenen prächtigen Möbel, Stoffe, Bronzen, Porzellane und Gobelins ver­schlangen den größten Teil seiner Einkünfte. Als er nach seiner Erkrankung die letzten vier Jahre seines Lebens in Baden-Baden und später in Endemien verbrachte, ließ seine Gemahlin die Schätze des Palastes, darunter auch einen großen Teil seiner Gemälde, versteigern. Nachdem im Jahre 1899 der Békéscsabaer Museumsverein gegründet wurde, wendete er sich mit einem Ansuchen an Munkácsys Gemahlin. Sie versprach, eines der verbliebenen Munkácsygemälde, den für das Gemälde Ecce homo gemalten Christuskopf, testamentarisch dem Museum zu vermachen, was auch geschah. Eine Erbin, Frau Cäcilie Ilges-Barnewitz, sendete 1917 das Gemälde sowie mehrere Kisten mit Reliquien nach Budapest. Leider schlummerte die Sendung zehn Jahre lang einen Dornröschenschlaf auf dem Dachboden des Museums der schönen Künste, bis aus einem nach Békés­csaba gerichteten Brief von Frau Barnewitz die Tatsache der Schenkung erhellte. Aus dem Museum der schönen Künste gelangte die Sendung um 1930 nach Békéscsaba, worauf hier für dieselbe ein besonderer Ausstellungs­raum eingerichtet wurde. In der Folge nahm das Museum den Namen Michael Munkácsys an. Nach dem Kriege wurde der Raum 1947 eröffnet. 1958 kaufte das Ministe­rium vier Gemälde für das Museum, das den Ausstellungsraum 1964 umord­nete. Wie anlässlich der großen Jubiläumsausstellung 1944, sind hier, nebst den Gemälden, Büsten Munkácsys und seiner Gemahlin, persönliche Gebrauchsgegenstände und Malutensilien des Künstlers (z. B. seine Staffelei und seine Palette), sowie Dokumente, Schriften und Archivphotos zu sehen. Ein großer Teil des Nachlasses ist noch eingelagert. Die vorliegende Publi­kation, dazu berufen, die verborgenen Schätze zu heben, veröffentlicht die Aufführung der Reliquien. Auf die Liste der Gegenstände folgt die Auffüh­rung der Urkunden, Inventarhefte, Handschriften und Druckwerke sowie der Lichtbilder. Hervorragenden Wert repräsentieren die Volkstrachten­stücke, die „Modelle" seiner Gemälde waren. Die persönlichen Gebrauchsge­genstände bezeugen den Reichtum und Geschmack ihres Besitzers (jeder Gegenstand trägt das Monogramm MM). Sein Kassenjournal weist seine Ein­nahmen und Ausgaben in monatlicher und jährlicher Aufteilung aus. Wir können daraus entnehmen, welche Summen er für seine Gemälde bekommen und welche Beträge er für wohltätige Zwecke, Reisen und den Erwerb von Kunstwerken aufgewendet hat. Es stimmt betrübend, eine kleine Drucksa­che, den Auktionskatalog von 1898, in die Hand zu nehmen. Hierin werden 49

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