A Békés Megyei Múzeumok Közleményei 5. (Békéscsaba, 1978)

Grin Igor: Serbische Volkslieder aus dem südöstlichen Tiefland

Serbische Volksleder aus dem südöstlichen Tiefland IGOR GRIN Die Abhandlung liefert zwanzig Volkslieder aus der Volksliedertradition fünf er im südöstlichen Teil der Grossen Ungarischen Tiefebene gelegenen, serbo-kroatisch sprechenden Siedlungen, zusammen mit deren ungarischer Übersetzung. In seiner Einleitung zur Abhandlung gibt der Verfasser einen Überlick über die Siedlungsgeschichte der untersuchten Gemeinden (Batto­nya, Deszk, Magyarcsanád, Szőreg, Uj szentmiklós), und spricht gleichfalls über die zahlenmässige Entwicklung der serbischen Volksgruppe. Bei der Einschätzung der Volksliedertradition hebt der Verfasser deren chronologi­sche, thematische und artenmässige Vielfachheit hervor, weist weiterhin auf die Wechselwirkungen des Zusammenlebens mit den Ungarn und Rumänen auf den Volksliederschatz hin. In der Liedtradition der Serben des südöstlichen Tieflands fanden un­mittelbar nach dem Zerfall des feudalen serbischen Staates entstandene Volksschöpfungen ihren Platz, jedoch wurden hier auch die Andenken der Volksdichtung aus den Kämpfen der Haiduken und Usken heimisch, sowie auch die Heldengesänge aus den Befreiungskriegen des letzten Jahrhunderts. Der Verfasser weist darauf hin, dass ähnlich der Volksdichtung der Ungarn und der in Ungarn ansässigen Slowaken in der Liedertradition der Serben des südöstlichen Tieflands die türkische Thematik einen zentralen Platz einnimmt. Im weiteren lenkt der Verfasser die Aufmerksamkeit auf einige charakteristische Momente der Traditionsbildung, später charakterisiert der Verfasser unter Berückscihtigung der Gesichtspunkte zur Ausuahl der Datenvermittler von Milman Parry die serbischen Volksliedertraditionen der untersuchten Gemeinden. 231

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