Papp Gábor szerk.: A dunabogdányi Csódi-hegy ásványai (Topographia Mineralogica Hungariae 6. Miskolc, 1999)

Kőbányászat és kőfaragás Dunabogdányban (Hála József)

16 Hála J. Zusammenfassung: Das Lakkolit vom Csódi-Berg in Dunabogdány steht in den geologischen Handbüchern als ein Musterbeispiel seit dem vorigen Jahrhundert, und nimmt einen ausgezeichneten Platz in den ausländischen und ungarischen mineralogischen Sammlungen. Der Berg ist nicht nur ein geologisches, mineralogisches "locus classicus", sondern auch seine Rolle in Industrie ist langher bedeutend, seine Gesteine werden nähmlich - früher als Andesit, heutzutage als Dazit eingeordnet - seit 150 Jahren abgebaut. Dunabogdány ist eine Siedlung, die im Mittelalter gegründet wurde. Die Bevölkerung hat sich in den 16-17. Jahrhunderten wegen der türkischen Fremdherrschaft vermindert, deshalb wurde am Anfang des 18. Jahrhunderts mit deutschen Einsiedlern ersetzt. Die Siedlung hat die Mehrheit der deutschen Nationalitäten und der römisch-katolischen Religion bis zu der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhalten. Die Bevölkerung hat sich in den 18-20. Jahrhunderten vor allem mit Wein- und Obstbau beschäftigt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auf dem Csódi-Berg ein Steinbruch geöffnet, es bedeutete den Beginn einer neuen Epoche im Dorfleben; die bedeutendste Auskommenquelle der Bevölkerung wurde nämlich der Steinbau und die Steinbearbeitung. In Dunabogdány waren in den 19-20. Jahrhunderten zehn Steinbrüche tätig, neun eben auf dem Csódi­Berg. Sieben Steinbrüche sind auch heutzutage zu finden (die Angaben sind: der tradizionelle Name [die heutige Numerierung], das Jahr der Eröffnerung): 1. Alsó (Untere) Grube [Grube I], 1860; 2. Bán Grube [Grube II], Ende des 19. Jahrhunderts; 3. Uj (Neue) Grube [Grube III], 1871; Mayer Grube [Grube IV], 1840-er Jahren; 5. Hátsó (Hintere) Grube [Grube V], Ende des 19. Jahrhunderts; 6. Mély (Tiefe) Grube [Grube VI], 1867; 7. Felső (Obere) Grube [Grube VII], 1845. (Abb. 1-3.) Unter den ehemaligen Steinbaubesitzern hat die Familie Wallenfeld eine bedeutende Rolle gespielt (Abb. 4.), und zwar nicht nur im lokalen Sinne, sondern auch in der Geschichte des ungarischen Steinbaus in den 19-20. Jahrhunderten. Die Erinnerung der Bevölkerung ist auch heutzutage lebendig, die sog. "Ritzerfahne" (Steinhauerfahne) aus dem Jahre 1898 wurde von den Familienmitgliedern der Wallenfelds bestellt und geweiht. (Abb. 5-6.) Den Traditionen nach haben die Einwohner der Siedlung das Gewerbe des Steinbaus und des Steinhauers im 19. Jahrhundert von italienischen Fachleuten erlernt. Von Zeit zu Zeit haben aber auch Fachleute von anderen ungarischen Gegenden in Dunabogdány gearbeitet, in den Steinbrüchen des Csódi-Berges waren aber vor allem Einheimischen tätig. (Abb. 7-8.) In der Blütezeit des Steinbaus, zur Zeit der Jahrhundertwende haben vielhundert Arbeiter in Dunabogdány gearbeitet, und sie waren als gutgeschulte und berühmte Fachleute auch in den femliegenden Steinbrüchen gern aufgenommen. Die Steinbrüche von Dunabogdány gehörten lange Zeit nicht zu den modernsten Betrieben von Ungarn. Bis zu den 1960-cr Jahren hat man hier fast keine Maschinen benutzt, die meisten Arbeitsphasen wurden mit Handkraft und einfachen Werkzeugen ausgeführt. (Abb. 9.) Eine bedeuten­dere Mechanisierung wurde erst in den 1960-er Jahren in Gang gesetzt, damals hat man eine Separationsanlage, und später in den 1970-er Jahren eine neuere Separationsanlage (kettes osztályozó) in Betrieb gesetzt. (Abb. 10.) In 1982 wurde ein Brechwerk eingestellt, es wurde später durch ein Mobil-Brechwerk ergänzt. Die Steinbrüche von Csódi-Berg haben vor allem Pflastergesteine und Steine zum Wasserbau gegeben, aber in gewissen Steinbrüchen hat man z. B. Tischplätte, Bänke, Grabsteine, Tränke, Grenzsteine und Treppenstufen hergestellt. Der Bergbau ist jetzt im Besitz der Donaustein Gmbh, derer wichtigsten Produkte sind der Bruchstein zum Wasserbau und der Baustein. Die Transportierung im Steinbruch wurde lange Zeit mit Tier- und Menschenkraft erledigt (Abb. 11.). Die Transportierung der Steinprodukte zum Anschlagsort am Donau-Ufer ist mit Fuhrwerken und seit den 1920-er Jahren bis 1965 mit Kleinbahn geschehen (Abb. 12.). Seit Mitte der 1960-er Jahren ver­wendet man hier grosse Lastkraftwagen. Der Anschlagsort an der Donau, der auch heutzutage funk­tioniert (Abb. 13.), wurde am Anfang der 1970-er Jahren gebaut, gleichzeitig wurde auch ein Weg Für Lastkraftwagen ausgebaut (Abb. 10.). Die Pflastersteine von Dunabogdány wurden vor allem in Pest und Buda (seit 1872 Budapest) einge­baut, daneben aber auch in anderen Siedlungen. Der Bruchstein zum Wasserbau, zur Flussregulierung und zum Uferschutz war von Anfang an ein wichtiges und gesuchtes Produkt im Steinbruch, sie wur­den vor allem an der Donau eingebaut. Die verschiedenen vulkanischen Steine von Dunabogdány wurden auch selbst in der Siedlung ver­wendet. Die Aufarbeitung der Steine haben einerseits die Bergarbeiter gemacht, die anspruchsvollen, verzierten Schnitzwerke aber sind die Meisterwerke qualifizierter Steinhauer (Steinobjekte im

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