Bencsik János: Paraszti és mezővárosi kultúra a XVIII-XX. században (Miskolc, 1993)
KULTUR UNTER DEN BAUERN UND IN DEN MARKTFLECKEN WÄHREND DES 18-20. JAHRHUNDERTS (Auszug)
ausgeschlossen, dass alle drei geographischen Namen auf uralte Fischereigeräte zurückgeführt werden können. Ausserdem lassen sich hieraus auch einige Lehren ziehen, deren Lösung bemerkenswert ist. Der Kurzpelz für Frauen in der Hajdúság Kleidungsstücke, die aus lierfellcn hergestellt wurden, sind zu den althergebrachten Stücken im ungarischen Bauerntum zu zählen. Noch in den siebziger Jahren unseres Jahrhunderts kam es vor, dass einige Frauen in der Hajdúság den sog. kisbunda (dt. etwa: Kurzpelz) trugen, der aus Lammfell in recht einfachem Schnitt geferügt wurde. Diese Pelze wurden von Kürschnern hergestellt. Zur Verzierung wendeten sie die herkömmlichen Elemente an. So ein Kurzpelz gehörte mit zur Aussteuer einer Frau, doch meistens bekam die junge Frau diesen erst nach der Geburt ihres ersten Kindes von den eigenen Eltern geschenkt. Verschiedene Nationalitäten in Békés-Csanád Bräuche zu den besonderen Kalenderfesten bei den Deutschen im Komitat Békés: vom Michaelstag bis Sylvester In der vorliegenden Studie wird die herkömmliche Kultur von sieben deutschen Gemeinden in Békés systematisiert. Die kalendermässig aufgeführten Bräuche und Glaubensarten erlauben es uns, die einzelnen deutschen Gemeinden näher kennenzulernen. Beachtenswert ist dabei, dass diese Bräuche nicht alle Siedlungen dieser deutschen Sprachinsel gleichermassen betreffen. Die Deutschen, die innerhalb dieser Landschaft und dieses Ethnikums (in zweifacher Weise) isoliert leben, haben von Gruppe zu Gruppe andere Elemente aus ihren alten, herkömmlichen Bräuchen bewahrt. Die Wechselwirkung von Traditionsbewusstsein und Lebensweise in einer serbischen Bauernfamilie in Battonya In der Studie werden die Kennmisse über eine einzige serbische Familie vorgestellt. Hier geht es vor allem um die Bräuche zur Herstellung und dann zum Verzehr von gegorenem Brot, ihrem wichtigsten Nahrungsmittel. Es lässt sich feststellen, dass in der Familie ein reiches Brauchtum gelebt hat, dessen zahlreiche Elemente eine Verwandtschaft mit den traditionellen Kultur des umliegenden Ungarntums aufwiesen und aufweisen. Bei den Vorbereitungen zum Brotbacken, dem Teigkneten, dem Ofenheizen und dann beim Herausholen des Brotes gab es immer wieder Aberglauben und Glaubcnsvorstellungen, die von der hier vorgestellten serbischen Bauernfamilie beachtet wurden. Übergang zu anderen Geräten in der bäuerlichen Landwirtschaft von Méhkerék während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Méhkerék gilt im Komitat Békés als ein rein rumänisches Dorf. Es wird von rumänischen Familien bewohnt, die sich, aus den umliegenden Berggegenden kommend, hier in der Tiefebene niedergelassen haben. In der vorliegenden Studie beschreibt der Verfasser die herkömmliche Art der bäuerlichen Rinderhaltung. Da es nahezu als sicher anzunehmen ist, dass die Berglandbcwohner in erster Linie Schafe gezüchtet und gehalten haben, und die Haltung von Rindern erst hier in der Tiefebene, in der ungarischen Umgebung kennengelernt haben, lohnt es sich, nach den Angaben zu dieser Übernahme zu forschen. Aufgrund der organisierten Rinderhaltung und Milchwirtschaft lässt sich