A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 43. (2004)
Alabán Péter: Paraszti gazdálkodás és társadalom Domaházán a dualizmus idején és a Horthy-korszakban
DIE BAUERNWIRTSCHAFT UND GESELLSCHAFT IN DOMAHÁZA (1867-1945) Die erste handschriftliche Monographie erwähnt die Gründung von Domaháza in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Diese Ortschaft hat damals die hier Angesiedelten mit ihrer schwer passierbaren natürlichen Umgebung geschützt. Die Gemeinde befindet sich im nördlichen Teil des Komitats Borsod-Abaúj-Zemplén, 20 km von der Stadt Ózd entfernt, an der slowakischen Grenze. Sie wurde am Treffpunkt von zwei langen Tälern, in der von zusammenhängenden Wäldern geschützten und von der östlichen Ethnie „Paloczen" bewohnten Region „Barkóság" gebaut. Auch wird sie von einem Scheidegebirge umgeben. Ihre Grenze ist gebirgig, ihre Ackerböden sind von schlechter Qualität und schwer zu bearbeiten. Ihre Agrarwirtschaft diente dementsprechend der Selbstversorgung, und es gab keine richtigen Möglichkeiten für die Marktproduktion. Ihre Bevölkerung beschäftigte sich mit Viehhaltung und Schäferei. Ihr landwirtschaftlicher Charakter blieb im Kleinraum von Ózd-Putnok bis zur späten Verbreitung der Schwerindustrie (nach 1945) vielleicht am längsten bestehen. Die ethnographische Erschließung der Siedlung begann noch vor dem zweiten Weltkrieg, als in diesem Gebiet durch den Auftrag des Ethnographischen Museums in Budapest die Anfertigung von reihenweisen ethnographischen Aufnahmen vorgeschrieben wurden, die auch die benachbarten Siedlungen von Domaháza (Kissikátor und Bolyok) betroffen haben. Während der vergangenen 70 Jahre entstand keine zusammenhängende Monographie über das Dorf, obwohl die Menge der Preisschriften und Dokumentationen, die durch die Verarbeitung der restlichen Quellenmaterialien gemacht wurden, diese nötig machten. Diese Studie versucht, mit der Benutzung verschiedener Quellen innerhalb des breiten Themenkreises der Lebensweise, die wichtigsten Erscheinungen des örtlichen Wirtschaftslebens im 19. und 20. Jahrhundert skizzenhaft darzustellen. Neben der geographischen Umgebung als Lebensraum wird auf die Elemente der Bauernwirtschaft, wie z. B. die Schäferei, die Viehhaltung und den Ackerbau, großen Wert gelegt. In den chronologischen Perspektiven benutzen wir nur im Titel politische Rahmen. Auf örtlichem Niveau sind die Prozesse viel wichtiger, die das Funktionieren der Bauernwirtschaften entscheidend bestimmen. Von diesen Prozessen sind am wichtigsten: die Änderungen in der Eigentumsstruktur, die Auflösung der Großfamilien und später das allmähliche Aufkommen der Industriearbeit. All dies kann in der Geschichte der Siedlung auch andere Zeitgrenzen bilden, deren ausführliche Untersuchung ein völliges Bild von der Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte von Domaháza zeigen kann. Alabán Péter 659