A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 43. (2004)

Bodó Balázs-Pusztai Tamás: Jelentés a gönci pálos kolostor tornyának 2004. évi régészeti kutatásáról

G2: Die untere Flache des Turmes, die nördliche Arkade (Bild 2, 10 und 11) Mit Hilfe vom nördlichen Durchgang des Turmes habén wir die damalige Erdoberfláche gesucht (Bild 11). Diese Erdoberfláche liegt in 1,5 m Tiefe unter der heutigen Bodenhöhe. In der hier aufgebrachten Auffüllung gab es wenigc Keramikíraktionen aus dem 15. Jahrhundert. Unter der untersten Schicht habén wir ein einheitliches Streifenfundament in einem guten Zustand gefunden, das den östlichen und westlichen Sockel des nördlichen Durchgangs des Turmes miteinander verbindet. (Bild 10 und 18) lm Gebiet G2 kam der ursprüngliche Platz vom Fundament des nördlichen Arkadenbogens zum Vorschein (Bild 11, 16, 18-20). G3: Die untere Flache des Turmes, die westliche Arkade (Bild 2, 23 und 24) Zum Abschnitt G3 musstcn wir bestimmen, wann die jetzt sichtbarc Vermauerung des Arkadenbogens stattgefunden hat: im Mittelalter oder eventuell spáter. Mit diesem Ziel habén wir die Schichten, die sich an die Vermauerung knüpfen, untersucht. Es war auffallend, dass die in der unteren Turmfláche aufgefundene Mauer des westlichen Durchgangs nicht auf dem tragenden Boden und nicht einmal auf dem damaligcn mittelalterlichen Erdboden angelegt wurde, sondern sie wurde (vermutlich wáhrend des Staatsschutzes im Jahre 1941) auf dem Schutt des Turm- und Kreuzgangkorridors angelegt, nachdem das Kloster vernichtet worden war (Bild 24-26). Auf dem Boden des Kreuzgangkorridors befindet sich eine 1,8 m dicke Auffüllung. Der Boden wurde vermutlich einmal ausgetauscht. Wáhrend dieser Renovierung kamen Gráber zum Vorschein. Diese Gráber habén eine westlich-östliche Lage. Das obere von ihnen (s8) habén wir offen gelegt. Am Krcuz des Knochengerüstes sowie unter dem Knochengerüst, ein wenig über dem Kreuz, gab es eincn mit Kupfernieten und Bronzcfaden geschmückten Gürtel (Bild 29). Aus dem Füllgut des Grabes kam eine mit Glasur überzogene Kcramikfraktion aus dem 16. Jahrhundert zum Vorschein. Die Beziehung der nördlichen Schiffsmauer zum Turm untersuchend habén wir herausgefunden, dass sich der untere Teil der Einblicksöffnung in der Schiffsmauer gemáB der damaligen Erdoberfláche des Kreuzgangcs in 1,3 m Höhc befindet (Bild 24, 27 und 28). Westlich von dieser Öffnung gibt es eine áhnliche Öffnung. Die Öffnung in der Náhe des Turmes hat vermutlich die Sicht auf den Altar, der im Fundament des nördlichen Triumphbogens platziert war, gesichert (Bild 23). AuBer der Ausdehnung der Sakristei ist für die Forschung wichtig, dass es gelang, den Zug der nördlichen Mauer des Korridors zwischcn der Sakristei und dem Chor eindeutig zu bestimmen. Die Arkaden des Turmes im Erdgeschoss wurden wáhrend der Forschung auch wichtig. Die hier anwesenden Quader des Arkadenbogens wurden zwar abgerissen, aber die Abdrücke vom Rücken der Steine kann auch heute dokumentiert werden. Von der Umgebung dieses Abdruckes, die Umgebung der nördlichen Turmmauer, habén wir wáhrend der Ausgrabung fotogrammetrische Messungen verrichtet, die eine Möglichkeit gaben, die Bögen zu veröffentlichen. Als Ergebnis der Ausgrabung kennen wir auch die GröBe der hier aufgefundenen Fundamentsteine. Im Besitz dieser Angaben sind die Durchgánge im Erdgeschoss des Turmes im Norden (und vielleicht auch an der westlichen Seite) entscheidend. Dies gibt die Möglichkeit, die Rekonstruktion dem ursprünglichem Zustand weitgehend anzunáhern (Bild 30). Bildunterschriften: Bild 1: Die Lage des Klosters von Gönc Bild 2: Die im Jahre 2004 erforschten Gebiete am Turm des Klosters von Gönc Bild 3: Die Lage der Arbeitsgebiete Bild 4: Teil Gl, die Oberfláche der Sakristei Bild 5: Die westliche Ausgrabungswand des Teiles Gl Bild 6: Die nördliche Mauer der Sakristei im Teil Gl Bild 7: Die Abdrücke der Treppe auf der südlichen Mauer des Korridors Bild 8: Die Verbindung der nördlichen Mauer des Korridors mit dem Turm 346

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