A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 37. (1999)

B.KOVÁCS István: Gondolatok Gömör vármegye kialakulásáról

diejenigen Pfarramter, bei denen vom eigenommenen Zehnten ein Viertel dem Graner Erzbischof gebührte mit einer einzigen Ausnahme östlich vom Sajó, südlich der Rima, bzw. auf dem Gebiet der königlichen Herrschaft von Torna. Von diesen Gebietsteilen nimmt der Verfasser an, daB sie vor der Organisierung von Gömör zum Komitat Borsod, die Pfarramter selbst aber gröBtenteils zum Arlóer-, der kleinere Teil zum Oberborsoder Dechant des Borsoder Erzdechanten, bzw. zum Pataer Erzdechanten gehörten. Gleichzeitig weist er aber auch darauf hin, daB es bei den zehentviertel Pfarrámtern eine frühe und eine spáte Schicht gab. Die frühen wurden noch vor der Bildung des Komitates Gömör angelegt (Méhi, Feled, Putnok, Tornaija...), wáhrend ihre spátere Schicht erst nach der Komitatsorganisierung entstand und nach dem Tatarenzug durch die Erweiterung der östlichen Grenze des Komitates Gömör, beziehungsweise dem Gömörer Erzdechanten zugeteilt wurden (z.B. Hosszúszó, Trizs). Bezüglich der Entstehung des Komitates Gömör selbst hált er den Fali des zehentviertel Pfarramtes des am Sajó liegenden Szentkirály für wichtig. Durch Patrociniuma kann dessen Gründung nicht vor 1083 erfolgt sein (Heiligsprechung von I. Stefan), denn durch sein spáteres Zehentvierteltum lag es zu dieser Zeit noch auf Borsoder Gebiet. Da aufgrund seiner Lage offensichtlich ist, daB es nicht durch eine nachtrágliche Erweiterung dem Erzdechanten von Gömör zugeteilt wurde, bzw. zwischen die Grenzen des Komitates Gömör geriet, ist dies gleichzeitig ein Beweis dafür, daB die Organisierung erst nach diesem Zeitpunkt erfolgen konnte. Als Grund dieser letzteren Tatsache führt er die Auflösung des Dukátén zur Zeit des König Koloman und die damit verbundene Umorganisierung der Verwaltung an. Diese Konzeption wird auch durch die im Komitatszentrum, in der Burg von Gömör (heute: Gemer, Slowakei) durchgeführten ErschlieBungen belegt. Hier wurde bei den Freilegungsarbeiten das Vorhandensein einer Burg mit einem Motte-Wohnturm bestátigt. Bei der Burg fehlt die für die frühen Komitatssitze so charakteristische Kasettenschanze und ebenso auch die Dechantenkirche. Der Verfasser deutet die Grundbesitzerverháltnisse des Hanwa- und Balog­Geschlechtes im 13-14. Jahrhundert auf eine neue Art. Die Gründe für die geog­raphische Teilung bringt er mit der Komitatsorganisierung in Verbindung. István B. Kovács 498

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