A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 37. (1999)

B.HELLEBRANDT Magdolna: A mezőnyárádi bronzkincs

Soroceanu, T. 1995 Die Fundumstände bronzezeitlicher Deponierungen-Ein Beitrag zur Hortdeutung beiderseits der Karpaten. Prähistorische Archäologie in Südosteuropa. Band 10. Berlin Szabó, M.-Guillaumet, J-P.-Kriveczky, B. 1997 Polgár-Király-érpárt. In: Utak a múltba. Paths into the Past. Rescoue Excavations on the M3 Motorway. Budapest Warry, J. 1995 A klasszikus világ hadművészete. Warfare in the Classical World. Budapest Whitehouse, D. and R. 1975 Archaeological Atlas of the World. London DER BRONZESCHATZ AUS MEZŐNYÁRÁD Im Jahre 1974 stieß in Mezőnyárád, beim Bau seines Hauses in der Kossuth Str. 49 (1-2. Bild) der Eigentümer auf einen Bronzefund. Der Fund enthielt folgende Stücke: 9 Speerspitzen, 5 geschlossene runde Armspangen, einen Armreifen, dessen Enden nicht aneinanderreichten, einen hohlen Armreifen, zwei Handschutzspiralen mit einem Kamm oder Stern in der Mitte, das Ohrenschutzfragment eines Helmes, zwei massive, gravierte Ringe, 8 Spiralringe, 7 Spiraldrahtstücke, 10 lange Spiralen, zwei Fragmente von Bronzegefäßen, einen Kochkessel und zwei Brillenspiralen mit Kettengliedern. Der Fund wurde im Ottó Herman Museum unter der Inventarnummer 74.38.37-80 registriert. Das Ohrenschutzfragment, sowie die Handschutzspiralen des Bronzefundes sind Schutzwaffen, die Speerspitzen aber Angriffswaffen. Das Ohrenschutzfragment des Helmes (4. Bild 1.) stellt eine Seltenheit des Fundes dar. Für das Tragen eines Bronzehelmes sind in Mitteleuropa die frühesten Daten aus dem Gebiet der östlichen Alpen bekannt. Die Forschung wurde auch auf den mükeneischen Hintergrund des Helmes aufmerksam. Am Rand des Mezőnyáráder Ohrenschutzfragmentes befinden sich dicht nebeneinander Nieten, an denen vermutlich ein Futter aus Leder oder Filz befestigt war. Auf der Innenseite, wo die Nieten eingehämmert wurden, kann festgestellt werden, daß dieses Futtermaterial 1,5 mm stark gewesen sein mußte. Das Ohrenschutzteil selbst war durch je zwei oder je drei Perforationen mit einem Draht am Helm befestigt. Bei den Helmfunden ist diese Stelle am Helmrand sichtbar, wie bei den Funden, bzw. Rekonstruktionen von Pass Lueg und Pfaffen. Das Tragen von Helmen wird von der Schitulakunst und den Kleinplastikfunden veranschaulicht. Im allgemeinen ist das Tragen eines Helmes mit Ohrenschutz bei der zu Pferde ausgetragenen Kampfweise von Vorteil. Der Forschung sind immer mehr Helmfunde und Helme mit Ohrenschutz in Osteuropa bekannt, wodurch bei einer Gegenüberstellung der Karten von Mozsolics, Hencken und Schauer über deren Verbreitung festgestellt werden kann, daß ihr Weg vom Schwarzen Meer, von Techirghiol ausgehend, entlang der Donau nach Westen, danach im Alutatal nach Norden führte, über die Südkarpaten gelangten sie ins Hügelland von Küküllő, von hieraus führte ihr Weg einerseits entlang des Körösflusses, andererseits entlang des 163

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