A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 37. (1999)
KOÓS Judit: Újabb adatok a kora bornzkori Makó-kultúra elterjedéséhez és időrendjéhez Északkelet-Magyarországon
Fundzusammenhang könnte die Folgerung gezogen werden, daß die Nyírség-Kultur in Osten und die Makó-Kultur im Westen des Komitats Borsod in einer derselben Zeitepoche parallel lebten. Mit der Analyse des Problems kamen wir zu einer diffrenzierteren Folgerung, demgemäß in einem bestimmten Gebiet die Makó-Kultur (FB I) auch bis zur Zeit der Nyírség-Kultur (FB II) dauerte und beide Kulturen eine Zeitlang parallel lebten. Anhand der neuen Funde konnte es feststgestellt werden, daß die MakóKultur im westlichen Teil des Komitats Borsod mit anderen Gebieten Nordungarns nicht nur die erste Phase der Frühbronzezeit (FBI), sondern auch die zweite Phase (FB II) gleichzeitig mit der Frühnagyrév- und Nyírség-Kultur überlebte. Diese Bestimmung scheint auf alle Gebiete der Makó-Kultur, wo sich weder die Frühnagyrév- noch die Nyírség kultúr verbreitete, gültig zu sein. Der Fundort von Oszlár-Nyárfaszög liegt auf einer zungenartigen flachen niedrigen Erhöhung, deren Umgegend vor der Flußregulierung im ganzen Jahr mit Wasser der Thei ß und der Hejö bedeckt war, weswegen diese Stelle außerordentlich günstige Möglichkeit zur verteidigten Besiedlung leistete. So war dieses Areal in mehreren Epochen besiedelt. Die ersten Bewohner gehörten zur frühbronzezeitlichen Makó-Kultur im 3Jahrtausend v. Chr., bald einige Jahrhunderte später in der zweiten Hälfte des 2.Jahrtausends v. Chr. besiedelten die Träger der jung- und spätbronzezeitlichen Egyek- und Berkesz-Kultur diese Stelle am intensivsten, einen kleinen Teil des Wohnplatzes mit einem Quergraben bekräftigt. Auch in der Sarmatenzeit und in der Spätvölkerwanderungszeit blieb der Fundort nicht unbewohnt. In der Mitte der beinahe 2 Hektar ausmachende Grabungsfläche haben 4 Urnengrä ber der Makó-kultur erschlossen, die vermutlich zu einer kleinen Gräbergruppe gehörten und wurden sie leider wegen des Tiefpfluges stark beschädigt. Bis jetzt sind größere Grä berfelder aus dieser Kultur noch unbekannt. Das Tortenritual der Makó-Kultur war die Verbrennung der Leichname, die in Westen überwiegend durch Bransdchüttung, im Osten aber ausschließ durch Urnenbestattungsweise ausgeführt war (Kalicz 1984a, 95; Németi 1979; Roman-Németi 1989, 245; Németi-Roman 1995, 25; Kalicz-Schreiber 1994). In Oszlár waren die Gräber dürftig. Außer der größeren bauchigen Amphorenoder Töpferurnen kamen nur je ein kleines Krüglein, Henkeltasse oder kleines Topf (Abb. 3, 1-3). Unter den mehr als 1000 Objekten von unterschiedlichem Zeitalter wurden auch 20 Gruben der frühbronzezeitlichen Makó-Kultur freigelegt, die sich auf einer ganz kleinen, kaum 100 m 2 Fläche, von der Gräbergruppe ca 250 m entfernt, im zungenförmigen Endbereich des Siedlungsareals konzentreierten (Abb. 4). Alle waren kreisförmige oder leicht ovale Gruben von kleinem Durchmesser. Die meisten Gruben enthielten im unteren Teil kräftige organische Ausfüllung, reiche Keremik und Tierknochen. Die meisten Tierknochen trugen Brandspuren und waren stark zerstückelt. In einem einzigen Falle sto ßen wir auf starke, kompakte Schicht von gebranntem Hüttenlehm. Die Stelle der Bauten fanden wir nicht. Es läßt sich vorstellen, daß die Bauten entweder außerhalb der freigelegten Arealen, oder inmitten der Gruben auf einer fundleeren Fläche standen. Die Technik der Keramik kann durch die Sandkörner bei der „Grobkeramik" und durch die Feinschlämmung bei der „Feinkeramik" charakterisiert werden. Beide Gatuungen der Keramik wurde mit Hilfe der Reduktionsbrennung hergestellt. Zu den Hauptypen der „Feinkeramik" gehört die innenverzierte Fußschüssel (Abb. 5). Diese besondere Gefäßform, hat sich im ganzen Gebiet der Makó-Kultur allgemein verbreitet (Kalicz 1968, 84; 1984a, 96; Kalicz-Schreiber 1994). Genauso häufig erscheint sie in der älteren Phase der Somogy vár- Vinkovci-Kultur (Bandi 1981; 1984, 127