A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 35-36. (1997)
SZÁSZI Ferenc: Adatok a második világháború utáni kivándorlás történetéhez Borsod-Abaúj-Zemplén megyében
DATEN ZUR GESCHICHTE DER AUSWANDERUNG NACH DEM IL WELTKRIEG IM KOMITAT BORSOD-ABAÚJ-ZEMPLÉN Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts begann in den nordöstlichen Komitaten des Landes ein Wandern nach Übersee und erreichte hier das große Ausmalß. Bei der massenhaften Auswanderung der Bevölkerung der oberungarischen Komitate spielte wohl auch die in mehreren Beziehungen nachteilige Lage eine sehr wichtige Rolle. 1956-1957 wanderten aus dem Komi tat Borsod-Abaúj-Zemplén, Miskolc mitgerechnet, insgesamt 5015 Menschen (legal oder illegal) aus. Mehr als die Hälfte der illegalen ungarischen Auswanderer waren Budapester. Unter den Stänten folgte Budapest in absoluter Zahl und in einem auf die Bevölkerung fallenden Dissidentenverhältnis Miskolc. Das Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén nahm ohne Miskolc in der Reihenfolge der Komitate und Munizipalbehörden mit Komitatsrecht im Hinblick auf die Zahl der Auswandernden den sechsten Platz ein. Bezüglich der absoluten Auswanderungszahl folgte das Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén den von der Auswanderung besonders betroffenen transdanubischen Komitaten und überholte die Komitate Zala, Fejér, Baranya und Somogy. Als Landesteil folgte der „Norden" unter den geographischen Regionen Budapest, den transdanubischen Regionen und Pest, dem Südtiefland und Transdanubien zuvorkommend. Das massenhafte, illegale Wandern ins Ausland begann nach dem 23. Oktober mit Beginn der Revolution und erreichte nach dem 4. November mit der Niederlage der Revolution den höchsten Stand. Im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén stimmt das Verhältnis der unter 20 und der 20-50 Jährigen fast mir der Landesrate (34,9%) überein. Gleichzeitig aber war das Beteiligungsverhältnis der 15-24 Jährigen (52,1%) sehr viel höher als der Landesdurchschnitt (40,7%) bei den Auswandernden. Bei den Männern ist diese Altersklasse zu 56,8% vertreten. Innerhalb der komplexen Komitatseinheit gingen von den 15-29 Jährigen viermal und bei der Altersgruppe der 20-24 Jährigen 4,9-mal mehr Männer als Frauen ins Ausland. Mehr als zweidrittel der ins Ausland Auswandernden (71,5%) waren Erwerbstätige, was den Landesdurchschnitt von 67,5% überschritt. Die Beschäftigungsdaten weisen gleiche Tendenzen mit dem Land auf, aber bei den Verhältnissen zeigen sich bedeutende Abweichungen. Die auswandernden Männer, 75,8% der physisch Beschäftigten überstiegen den Landesdurchschnitt mit 10%. Innerhalb der Gruppe der physischen Arbeiter betrug von den insgesamt ins Ausland ausgewanderten Erwerbstätigen der Prozentsatz der Industriearbeiter gegenüber den 34,6% des Landes 42%. Das Das Verhältnis der Hilfsarbeiter war im Landesdurchschnitt 17,7%, während dieses Verhältnis im Komitat BorsodAbaúj-Zemplén gegenüber den Facharbeitern (31,0%) noch höher lag, fast das doppelte betrug. Das Verhältnis der geistig Beschäftigten lad vor allen Dingen bei den männlichen Arbeitern nur bei 11,1% und blieb mit 14,5% auch bedeutend hinter dem 25,4%-igen Durchschnitt des Landes zurück. 346