A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 33-34. (1996)

DÖMÖTÖR Ákos: Változásvizsgálatok a Hangony-völgyi bejárók anyagi kultúrájában (Néprajzi tanulmány)

die Gartengröße, die Modifikation von Baugrundflächen und von Bausstoffen hingewie­sen, historisch eingeordnet. Heute mischen sich im Untersuchungsgebiet neue Möbel mit alten Einrichtungs­elementen. Die Existenz des alten Haustyps und die Nutzung neuer Einrichtungsgegen­ständen führen zu zahlreichen Spannungen in der sukzessive sich realisierenden Lebensform der Bevölkerung des Hangony Tales. Die Konservierung der älteren Funk­tion des Wohnungsraums brachte die Entstehung der unausgenützten Räume mit sich. Also bedeutete die alte Brauchform einen Funktionverlust. Die traditionellen Gegens­tände veränderten sich zu Objekten, die während der Freizeit benutzt wurden. Beim Themenkreis „Kleidung und Tracht" werden auch die gesellschaftlich-öko­nomischen Faktoren (die Arbeitsbedingungen in der Fabrik, die Veränderung der Tätig­keit zu Hause, das veränderte Rollenverständnis der Frau und die zunehmende Inanspruchnahme von Dienstleistungen) erwähnt. Die Brandgefahr der industriellen Ar­beit brachte das Verschwinden der Gatya-Hose aus der männlichen Volkstracht mit sich. Die Frauentracht entwickelte sich von der Mode der mehrschichtigen Röcke zur Hosentracht. Der Verzicht auf Unterröcke bildet einen Grundbestandteil der gegenwärti­gen Trachtenwandlung, die im Hangony Tal durch zahlreiche rezente Erscheinungsfor­men dokumentiert wird. Das relativ neue Phänomen der Strumfhose, verschiedene Kostüme, Mäntel und Blusen beweisen die abnehmende Betonung der Geschlechtsdifferenzen. Im klassischen Bauernmilieu bleibt dagegen die traditionelle Farbensymbolik bei den Kleidungsstücken erhalten, die im wesentlichen Indiz für das Alter des Trägers ist. Innerhalb der unter­suchten Kleinregion waren unterschiedliche, auf die Trachtenwandlung bezogene Phä­nomene in der Veränderung der Kleidung zu registrieren. Im allgemeinen kann festgestellt werden, daß der Hanfanbau, der stark von der Bodenqualität bestimmt war, spezifische Ackerbaugeräte (Rocken, Kunkel, Breche) und besondere Trachtenformen (z.B. Unterrock, Leibchen) hervorbrachte. In den Flurnamen der Region des Hangony Tales wird die Nutzung als ehemali­ges Hanfanbaugebiet ersichtlich. Die veränderte landwirtschaftliche Tätigkeit führte zur Verbreitung von standardisierten Kleidungsstücken. Die Textilstoffe wurden aus Rima­szombat (Slowakei) zu den dörflichen Schneidern gebracht. Die Kleidungsstücke der Konfektion hatten nach 1945, als die regionalen Eigenheiten der Volkstracht fast ganz verschwunden waren, eine homogenisierende Funktion. Im Bereich Nahrung und Lebensmittel sind zahlreiche Veränderungen festzustel­len. Der Bauernofen wurde durch den Sparherd ersetzt. Ihm folgte der Gasherd, mit dem das Kochen einfacher und schneller wurde. Am Rande der Region in den abgele­genen Dörfern, behielten die Bauernöfen ihre Funktion. Die drei erwähnten Herdformen existierten nebeneinander. Auch die Namen der verkauften Lebensmittel in der Region des Hangony Tales werden aufgezählt. Damit kann die wachsende Bedeutung des Dienstleistungsbereiches belegt. Während man die großen Fladen und Kuchen traditionell in den Bauernöfen zu­bereitet, boten die Sparherde die Möglichkeit zur Fertigstellung von Matzen und Pfann­kuchen. Die Fertiggerichte aus den Lebensmittelgeschäften wurden als Basis für das tägliche Kochen verwendet. In der Nahrung von Pendlern ist die traditionelle Eßkultur auf vielerlei Art mit dem Dienstleistungsbereich verbunden. Ákos Dömötör 521

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