A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 30-31/2. (1993)

LOVÁSZ Emese: Császárkori telep feltárása Tiszaladányban

Geplantd ist die Publikation des vollständigen Materials der Siedlungsgrabung, da unserer Ansicht nach die Lösung in der Veröffentlichung jeder auch noch so geringfügigen Beobachtung besteht, angefangen von der aus nur ein bis zwei Gruben bestehenden Erscheinung bis hin zur Erschließung größerer Details. Im Falle der Siedlung von Tiszaladány waren neben den erwähnten Gruben und Objekten auch völlig leere Verfärbungen zu beobachten, die sich jedoch gut in das System der Siedlung einfügten. Wir nahmen sie auf der Fläche wahr, die von den bei der Sandförderung verwendeten Maschinen gründlich abgetragen worden war. Umgeben waren sie in Halbkreisform von den auch bei den „Katen" beobachteten Gruben, wobei sich die Funktion der Gruben auf ähnliche Weise abgrenzen ließ. Diese leeren Flächen hatten eine größere Grundfläche als die durchschnittlich 4x4 m messenden Gruben-„Häuser". Letzteres läßt sich, wenn auch nur theoretisch, durch folgende Angaben ergänzen: In Karos-Mókahalom konnte der Ausgräber - zwar in einer árpádenzeitlichen Siedlung ­stark festgetretene, an Funden reiche Stellen beobachten. Bei einer anderen Ausgrabung (Karos-Tobolyka) deutet ein Pflockloch auf einen Anbau an der Oberfläche neben dem Grubenhaus hin, das nicht bis zur Fußbodenebene des Hauses herabreichte. Auch in Tiszaladány stießen wir neben dem Haus Nr. 2 unmittelbar an der Seiten wand auf einen um eine Ebene höher stehenden Ofen. Die Parallelen zum Keramikmaterial der Siedlung finden sich angefangen von den sarmatischen Keramiken der Tiefebene bis hin zu den aus der Ostslowakei bekannten Materialien in zahlreichen Fundkomplexen. Bemerkenswert erscheint uns das Material aus Grube Nr. 99 (Ofen) neben dem 2. Objekt, wo die typische, mit Sand gemagerte, fallweise glimmerige, mit Wellenbündeln in Kammtechnik verzierte Keramik (auch innerhalb des Randes befinden sich Wellenlinien!) gemeinsam mit grauen, dickwandigen Scherben von Vorratsgefäßen des sog. Nordtyps sowie mit dem Fragment einer scheibengedrehten Schüssel mit Standring aus feingeschlämmtem Material zum Vorschein kam. Emese Lovász Abb.l Der Ausgrabungsort Abb. 2 Oberflächenzeichnung des Hauses Nr. 1 1.-411. Fototafel Die Funde von Haus Nr. 1 Abb. 3 Oberflächenzeichnung des Hauses Nr. 2 und der umliegenden Gruben IV. Fototafel Die Funde von Haus Nr. 2 V. Fototafel Die Funde aus Objekt Nr. 111 VI.-VII. Fototafel Die Funde aus Objekt Nr. 99 I.-II. Zeichnungstafel Die Funde aus Objekt Nr. 99 VIII. Fototafel Beinerner Kamm und Fibelfragment (aus den Gruben, Nr. 117 und 167) 86

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