A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 30-31/1. (1993)
B.HELLEBRANDT Magdolna: Kelta temető feltárása Bodroghalom-Medvetanyán
töpferte Keramiken. Die hauptsächlichen Formen waren Näpfe mit Henkel, Schüsseln, Urnen, Töpfe und Krüge. Unter den Urnen sind in dem keltischen Fundmaterial jene weitausladenden Gefässe interessant, die von Hand geformt wurden und mit Buckeln, Henkel-knöpfen und sogenannten Hufeisenverzierungen versehen worden waren. Wie beispielsweise auf Bild 11.6. Ähnlich ist auch die 2. Beigabe aus dem Grab 18 von Kistokaj. 80 Analogien sind auf slowakischem Gebiet in Hetény, 81 in Zemplén 82 und in Rumänien in den Steinhaufengräbern von Tigveni anzutreffen, zum Beispiel in Grab 9 am oberen Urnenrand 83 und an einer Schale 84 ist der Hufeisenschmuck zu sehen. Auch am Hals eines grossen Gefässes, das am Fundort Cirlomanesti entdeckt wurde, sind aufrechtstehenden Hufeisen zu sehen. 85 Am Hals der Urne von Cepar ist auch ein Hufeisen sichtbar. 86 In mehreren Gräbern von Zimnicea sind an Töpfen, Urnen und Schalen die Hufeisenmotive anzutreffen. 87-88 Diese Art der Verzierung ist auch aus dem Gebiet der Ukraine bekannt. 89 Zum Beispiel sieht der Form 1 von Bild 11 eine Urne aus Bucany ähnlich, 90 doch auch auf den Typentabellen von Szaniszló sind sie anzutreffen. 91 Das Charakteristikum der Urne 1 von Bild 17 besteht darin, dass auf ihrem Bauch eine auf gestempelte Verzierung sitzt. Die in konzentrischen Kreisern und durch rechteckig angeordnete Stempel gebildeten Bogen den Variationen freien Raum. Ähnlich ist auch Bild 19.7., wobei hier auch Wellenlinien als Verzierung angebracht worden sind (Bild 18. 1-2). In Szob, 113 Magyarszerdahely, 114 Egyházasdengeleg wurden ähnliche mit Münzfunden vom Typ Audoleon 116 gefunden. Sie sind datiert auf LT C v Die Analogie zu der Urne 12a von Bild 14 ist ein Exemplar aus Apahida. 119 Der Boden dieser Urne aus Bodroghalom ist regelmässig durchlöchert, und Harzspuren sind daran zu sehen. Eine Analogie gibt es im Material des Friedhofes von Vác. 120 Parallelen zu dem kleinen, von Hand geformten Blumentöpfchen in Grab 1.4. sind in dem dortigen früheren Fundmaterial anzutreffen 140 so beispielsweise in Hetény (Chotin), 141 Zemplén (Zemplín) 142 nordwärts und südostwärts in Rumänien an den Fundorten Tigveni 143 und Zimnicea. 144 Die Stücke 2-3 von Bild 16 sind von Hand geformt. Ähnliche Gefässe mit gedrehtem Henkel sind uns beispielsweise aus Mezőkövesd, 154 Gáva 155 und Maroskarna 156 sowie Piskolt 157 bekannt. Auch das kleine Gefäss aus Kakasd mit den beidseitigen Henkel hat einen gedrehten Henkel. 158 Der Bauch des kleinen Gefässes aus Bodroghalom wurde an vier Stellen von innen herausgedrückt, sodass an der äusseren Oberfläche vier Längsrippen zu sehen sind. Schräg verlaufende Rippen sind an dem kleinen Henkelnapf aus Rozvágy. 159 An denen, die in der vorhergehenden Zeit der Skyten angefertigt wurden, ist ähnliches zu sehen. 160 So findet man in dem Scordiscus-Material ebenfalls einen Kantharos mit Rippenverzierung. 161 In allen Gräbern des Friedhofes waren Einäscherungen bestattet. Wahrscheinlich war die auf Bild 3 sichtbare Grube der Platz für Einäscherungen. Diese Grube befindet sich am Südende des Sandabbaus; sie misst 60x90 cm. Solche Einäscherungsplätze wurden auch in Békéscsaba-Fényes, ,6Ŕ Apahida, 167 Magyarszerdahely 168 und bei Penc-Kerekdomb 169 gefunden. Dieser Friedhof darf anhand der Keramikfunde und der Fibeln zu LT C, 170 gezählt werden. Es steht ausser Zweifel, dass die örtliche Einwohnerschaft hier eine starke Einwirkung hatte; wie zum Beispiel das Grab 2.4.5. dies zeigt, hier waren keine Waffen. Wie die bisherigen Funde zeigten, hat man in die Gräber keine Spindelknöpfe und keine Kamm-Graphit-Gefässe gelegt. Bei den Bestattungsbräuchen liess sich noch beobachten, dass es auch hier Sitte war, in ein heiles Gefäss Scherben zu legen. So befand sich beispielsweise der 4. Scherben von Grab 4 im 3. Topf von Grab 4. Ähnliches hatten wir auch in Vác gesehen. 171 Magdolna В. Hellebrandt 52