A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 30-31/1. (1993)
NOVÁKI Gyula: A borsodi földvár sánca
eine stufenartige ähnliche Konstruktion verhindert. Die Überreste aus der 2. Periode sind in etwa 3 m Stärke erhalten geblieben. Ihre Gesamtbreite beträgt 10,50 m. Über den oberen Teil liegen uns keine Angaben vor (Brustwehr). Der Durchschnitt der westlichen Schanze. 1. Bauperiode (11., 9., 7., 6. Niveau) Hier stiess man nicht auf Spuren einer früheren Siedlung. Die Schanzenkonstruktion ähnelt der der 1. Bauperiode bei der östlichen Schanze. Nur konnte man hier weitaus weniger Balkenüberreste entdecken. Da der Forschungsgraben einzustürzen drohte, gelang es nicht, die gesamte Konstruktion freizulegen. Somit kam es auch nicht zu einer Rekonstruktion. 2. Bauperiode (11-1. Niveau, Abb. 10.) Der vorhergehende Schanzenüberrest war von einer 20-40 cm starken grauen Schicht bedeckt, auf der sich dann die Schanze aus der 2. Bauperiode erhob. Von ihrer Konstruktion her ähnelte sie im Grunde genommen der 2. Bauperiode der Ostschanze, doch abweichend davon zogen sich hier auf der gesamten Schanze vier Zellenkonstruktionen entlang, die unterschiedliche Ausmasse hatten, dicht nebeneinander gebaut waren-und im Innern eine gemeinsame Balkenwand in Längsrichtung besassen. Die äussere senkrechte Balkenwand war durch Feuer zerstört worden, und ein Teil des Deiches war abgerutscht. Um dies auszubessern, hatte man seinerzeit in einem Abstand von 3 m von der ursprünglichen äusseren (abgerutschten) Balkenwand nach aussen hin eine neue Balkenwand errichtet. Die sich dieser anschliessenden inneren, quergelegten Balken hatte man einfach auf den abgerutschten Teil aufgestützt und dazwischen mit Erdreich aufgefüllt. So wurde die neue äussere Balkenwand nicht senkrecht, sondern schräg, in einem Neigungswinkel von 70° errichtet, um aller Wahrscheinlichkeit nach, den abgehten Teil zu stützen. Die Zeit des Schanzenbaues Zwischen der Schanze und dem Innengelände besteht eine enge Verbindung, sodass der Zeitablauf nur zusammen bestimmt werden kann. Die Ausgrabungen zur Aufdeckung des Innengeländes sind aber noch nicht beendet. Mária L. Wolf beschäftigt sich mit den Funden aus der Schanze; ihre vorerstigen Feststellungen sind: Die Schanze hat keine altertümliche Vorgeschichte. Im 10. Jahrhundert befand sich auf diesem Hügel eine Anlage, aus deren Schichten nicht viel später die Schanze errichtet wurde. Aus diesem Grunde kamen im Erdreich zwischen den Balken in beiden Perioden viele Scherben aus dem 10. Jahrhundert vor. Eine eingehendere Aufarbeitung macht sich erst nach Beendigung der Ausgrabungsarbeiten und einem Vergleich mit den reichen Funden des Innengeländes möglich. In beiden Bauperioden wurde die Schanze während des 10. Jahrhunderts erstellt, wobei sich die zweite auch bis ins 11. Jahrhundert erstreckt haben mag. Nováki Gyula 145