A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 27. Tanulmányok a 70 esztendős Végvári Lajos tiszteletére. (1989)

LOVÁSZ Emese: Újabb adatok a római és hun kori viselethez

IRODALOM Diaconu, Gh. 1983. Tirgsor. Necropola din secolele III—IV. e. n. Bucuresti 19. H. Vaday A.-Szőke В., 1983. Szarmata temető és gepida sír Endrőd-Szujókereszten. ComArchHung. 79-126. Istvánovits E., 1986. Hun kori temető Tiszadobon. Élet és Tudomány 44. 1394-96. Horváth L., 1985. Egy szarmata leány ékszerei. Élet és Tudomány 6. 175-177. Párducz M., 1940. Ernőházai jazig leletek. ArchÉrt. 3. I. 261-269. 1946-48. Szarmata kori temető Hódmezővásárhely-Fehértón. ArchÉrt. 3. 7-8-9. 283-290. 1950. A szarmata kor emlékei Magyarországon. III. 1950. Szarmata sírok Tápiószelén, ArchÉrt. 77. Párducz M.-KorekJ., 1946-48. Germán befolyás a Maros-Tisza-Körös-szög késő szarmata emlékanyagában. ArchÉrt. 3. 291-299. Vörös C, 1981. Adatok a szarmata kori női viselethez. ComArchHung. 121-134. NEUERE ANGABEN ÜBER DIE KLEIDUNG DER RÖMER- UND HUNNENZEIT (Auszug) In der Zeit zwischen 1981 und 1983 haben wir am Fundort in Tiszakarád-Inasa eine Begräbnisstätte aus dem 5. Jahrhundert aufgeschlossen. In dem einen, zum Teil durchwühlten Frauengrab haben wir unter den Becken- und Schenkelknochen in urs­prünglicher Lage die waagerecht aufgenähten Perlen eines Perlen-Beutels gefunden, über dem Becken fanden wir winen Bronzering, welcher der Aufhängungsring des Beutels gewesen sein kann. Ein ähnlicher Fund ist aus der Fundstätte von Tiszadob-Sziget aus einem reichen Frauengrab der Hunnenzeit hervorgekommen. In Verbindung mit den aus Bronzeringen bestehenden Gürteln haben wir ähnliche Perlenfunde und die Beschreibungen der Ringe enthaltenden Gräber neuerlich durchgesehen. In den letzten Jahren sind sogar zwei Lösungsversuche für die Rekonst­ruktion der sogen. Bronzering-Gürtel unternommen worden. Eine vom die Ausgra­bung am Grab Nr. 25 an der Straße Szeged-Csongrad durchführenden G. Vörös, der die Perlen und die Bronzeglocke an drei, vom den Textilgürtel haltenden Bronzering Gherabhängenden Fäden anordnete. A. H. Vaday beleuchtete die schwachen Punkte dieser Vorstellung und schlug eine neue Lösung vor: das eine Ende des durch den Bronzering esteckten Textilgürtels wurde reich mit Perlen bestickt, gleichzeitig wurden die Glocken, Hänger und in einigen Fällen auch Farbdosen aufgenäht. Basis seiner Rekonstruktion bildeten die Gräber Nr. 25. der Straße Szeged-Csongrad und Nr. 27. des Kreuzes von Endröd-Szujö. Er hat auch Versuche mit Hilfe von auf Bändern aufgenähten Perlen durchgeführt, beim Fallenlassen des Bandes stellte er fest, daß das Material beim Benähen mit Perlen in jedem Falle Falten geschlagen hat. Seiner Meinung nach sind die größeren Perlen darum fast immer in einem Haufen zum Vor­schein gekommen, weil sich beim Begräbnis der Gürtel so in Falten gelegt hat. 511

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