A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 20. (1981)

PETERCSÁK Tivadar: Az első képes levelezőlapok

88 PETERCSÁK TIVADAR das Bild eines Artillaristen mit Kanonen gedruckt. Im Jahre 1875 wurde schon eine Serie von 25 Blättern ausgegeben. Die französische Ansichtskarte ist in September 1870, von der deutschen Armee umschliessen, in Paris gebo­ren. Ein Kaufmann in Bretagne, Leon Besnardeau hat mit Waffen und pat­riotischen Allegorien verzierte Ansichtskarten für die Soldaten in November 1870 machen lassen. Nach der Meinung des jugoslawischen Forschers Mirko Verner hat Peter Manojlovics die erste echt datierte Ansichtskarte am Ende 1870 für die serbische literarische Zeitung Zmaj gezeichnet. Die Ansichtskarte symbolisiert die Zusammengehörigkeit der slawischen Völker, sie wurde am 19-ten Mai 1871 auf Post gegeben, aber — nach der Meinung von M. Verner —• sie wurde schon 1870 gebraucht. In Russland ist die erste Serie — mit Mos­kauer Stadtteilen — im Jahre 1895 erschienen. In der letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts hat man die meisten Ansichtskarten in Deutschland gemacht. In der Schweiz war sie ein allgemeines Exportprodukt. Ungarn wurde bis 1896 hauptsächlich durch deutsche und österreichische Verlage mit Ansichtskarten versehen. Obwohl in den Jahren 1891 und 1895 eine ungarische Gelegenheitskarte gedruckt wurde, der Anfang der offiziellen ungarischen Ansichtskartenausgabe ist 1896, das Jahr des Milleneums. Drei Verlage (Die Buchdruckerei von Pest; Morelli G. F. I.; Posner und Sohn) haben eine Serie mit 32 Karten erschienen lassen. Die bunten Holzschnitte und Litographien sind die Werke von Tivadar Dorre, Károly Cserna, László Kimnach und Pál Vágó. Auf den Karten werden die millenarische Ausstel­lung und die schünsten Gebäude von Budapest, weiterhin historische und ethnographische Szenen, Landschafte mit ungarischen und französischen Überschriften dargestellt. Die Ansichtskartensammlung war zur Zeit der Jahrhundertwende eine grosse Mode. Man hat Vereine und Zeitschrifte für Sammler gegründet. Die erste internationale Ausstellung für Ansichtskarten wurde im Jahre 1900 in Budapest veranstaltet. In der Ansichtskartenausgabe bedeuten die Jahren 1904—05 eine Grenze, seitdem wird nämlich die hintere Seite der Karten auf zwei Teile (Anschrift und Mitteilungen) geteilt. Diese Tatsache kann auch in der Identifizierung der Ansichtskarten ohne Datum zu helfen. Tivadar Peter csak

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