A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 17-18. (1979)

MIHÁLY Péter: A Borsod-Abaúj-Zemplén megyei kaptárkövek topográfiája

86 MIHÁLY PÉTER allgemein verbreitet sind. Die frühesten Beispiele der ungarischen kirchlichen Felsenbauten (Tihany, Zebegény, Balatonkenese, Balatonendréd) verweisen auf das XI. Jahrhundert und entstanden auf Byzanzer Einfluss. Bei den genannten Beispielen wurde nur bei den Tihanyer Mönchswohnungen eine Zelle gefunden. In den Gebieten, wo Zellen vorkommen, wurden in der Nähe der Gemeinden Pomáz, Érd (Komitat Pest), Demjén (Komitat Heves) und Sály (Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén) solche Felsenbauten gefunden, die wahrscheinlich Einsiedlerwohnungen waren. Im Fall der bulgarischen Analogie hört die Benutzung der Einsiedlerwohnungen im XIV. Jahrhundert auf, also auch gleichzeitig die Nutzung der Zel­len. Wahrscheinlich kann das Aufhören der ungarischen Beispiele im XIV—XV. Jahrhun­dert mit der ausländischen Analogie erklärt werden. Da die Verknüpfung von Felsenbauten und Zellen nicht generell ist, ist es sicher, dass wir uns an das Vorkommen der Felsenbienen­zucht halten müssen. Das Ethnikum, das Zellen schnitzen und darin Bienenzucht treiben konnte, verstand sich auch auf die Herstellung von Felsenbauten. Im umgekehrten Fall hät­ten wir mehr Arbeit, denn alle — der Steinmetzarbeiten kundigen — Ethnika müssten unter­sucht werden. Mit der Lokalisierung der Verbreitung der Felsenbienenzucht können wir eine zufriedenstellende Antwort erhalten auf die Frage nach dem Ethnikum und im Verlaufe der Forschungen wird sich endgültig herausstellen, ob die Bienezucht in den Zellen kirchli­chen oder profanen Ursprungs ist. Péter Mihály

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