A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 17-18. (1979)

BŐDI Erzsébet: Adatok a kelet-európai néprajz történetéhez (Bystron Jan Stanislaw és a lengyel néprajz)

ADATOK A KELET-EURÓPAI NÉPRAJZ TÖRTÉNETÉHEZ ... 339 rianten, den Primitivismus, die spezifischen stilistischen Zu Züge, die Widerspiegelung der traditionellen Weltanschauung. Seiner Ansicht nach kann dies alles mit der höheren, bür­gerlichen Kultur konfrontiert werden. Der frühen Wst§p do Ludoznawstwa polskiego fol­gen noch drei Synthesen: Kultúra ludowa, Literatura Ludowa, Etnográfia Polski. Hier in­teressiert ihn die vielfarbige Zusammensetzung, die Summe der schöpferischen Elemente in der Kultur. Im Gegensatz zum damaligen Zeitgeist hält er als Ethnograph die Erschliessung der Urerscheinungen nicht als primäre Aufgabe : „Dieser — ziemlich sentimentale — Stand­punkt muss überwunden werden, die Volkskultur muss als eine komplexe, aus vielen Quel­len kommende Erscheinung mit ständig wechselndem Inhalt erofrscht werden: diese Viel­schichtigkeit und dieser ständige Wechsel müssen das wirkliche Thema unserer Forschungen bilden. In diesem Fall sieht die Volkskunde in der ständig wechselnden und sich entwickeln­den Dorf-Gesellschaft nicht die alten Rudimente, die archäologischen Denkmäler prehis­torischer Zeiten, sondern die Umwandlung des Existierenden zur Wissenschaft" Real bewertet er die ihn umgebende Wirklichkeit: „... die Traditon, mit deren Erforschung sich die Volks­kundler befassen, gehört ganz und gar der Vergangenheit an; in der Kultur kann zwar dieses und jenes erhalten bleiben, der Inhalt kann in neuer Funktion weiterleben, als Dekoration oder Symbol, aber als Ganzes blieb die alte Kultur nicht, weil sich die Umstände änderten, unter denen sie entstand." Die heutigen Forscher akzeptieren nicht alle Ergebnisse J. St. Bystrons, die er als Kul­turethnograph, Kulturhistoriker und -theoretiker auf dem Gebiet der Volkskultur aufweisen kann. Jene Ansicht steht uns nahe, indem er die Erscheinungen, die er „Kulturellen Inhalt" nennt, zusammen mit der Gesellschaft einer historischen Epoche untersucht und auf die tiefschürfende Analyse der gegebenen Kulturerscheinungen drängt. Erzsébet Bődi

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