A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 17-18. (1979)

DOBROSSY István – FÜGEDI Márta: A paraszti kenderfeldolgozás előkészítő munkafázisai Borsod-Abaúj-Zemplén megyében

A PARASZTI KENDERFELDOLGOZÁS ELŐKÉSZÍTŐ NUNKAFÁZISAI... 315 ren Einheiten, den sog. Bündeln (ung. köteg) kann im Komitat auf die Leinkultur der Landnahmezeit zurückgeführt werden. Die natürlichen und künstlichen Methoden zum Darren des Hanfes (Vorbereitung zum Brechen), die dazu nötigen Gerätschaften und Bauwerke kommen im Komitat vor. Die allgemeinen und ältesten Formen der künstlichen Hanfdarrung sind in das Erdreich eingelassene Öfen, die in jeder Siedlung im nordwestlichen Teil des Komitates zu finden sind. Sie wurden Meiler (ung. miié), der Arbeitsvorgang Meilern (ung. milézés) genannt. Sie zeigen Verwandtschaft mit den ost- und nordeuropäischen Getreidetrockenspeichern, mit den ins Erdreich eingelassenen Bauten. Ein anderer Typ der Darre sind die Darr-Öfen oberhalb der Erde (ung. aszaló kemence). Dieser Typ kommt in den Zemplener Bergen bzw. in waldreichen Gebieten vor und wird dort auch zum Dörren von Wald- und Wildpflanzen und Obst benutzt. Die Bezeichnungen der drei Arbeitsgänge wurden von den Verfassern auf eine Land­karte übertragen, wobei sie feststellten, dass die Dörfer im Hernäd-Tal eine besondere Ein­heit bilden und vom charakteristischen, bzw. im ganzen Land bekannten Bilde des Komitats abweichen. Zusammenfassend stellen die Verfasser fest, dass dabei über die innere Migration hinaus die Nationalitätensiedlungen des 18. Jahrhunderts eine bestimmende Rolle spielen. István Dobrossy —Márta Fügedi

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