A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 17-18. (1979)
HUSZTY Sándor: Herman Ottó a Magyarországi Néprajzi Társaságról és az Ethnographiáról, 1892
Herman OTTÓ A MAGYARORSZÁGI NÉPRAJZI TÁRSASÁGRÓL... 243 Die Angelegenheiten der Gesellschaft übernahm Vizepräsident János Xantus. Bald stellte sich heraus, dass sie junge Gesellschaft wegen der unvernünftigen Wirtschaft ihrem sicheren Ruin entgegengeht. Die Mitglieder wurden vernachlässigt, infolge der schlechten Administration wurde ihnen die Zeitschrift nur unregelmässig zugestellt. Daraufhin entrichteten sie keine Mitgliedsgebühren. Darüber hinaus wurde mehr publiziert, als es die finanziellen Möglichkeiten der Gesellschaft zuliessen. Die sich dauernd vermehrenden unbezahlten Druckereirechnungen hätten auch das Grundkapital der Gesellschaft verschlingen können. Auf der Vorstandssitzung im Februar 1892 schlug Ottó Herman vor, eine Komission von 9 Mitgliedern und eine amtliche Körperschaft zu bilden. Diesen Reformvorschalg hat die Generalversammlung der Gesellschaft im Mai angenommen, Ottó Herman zu ihrem Präsidenten gewählt und bevollmächtigt, sofort Massnahmen zu ergreifen, um dem Ruin zu entgehen. Der neue Präsident wandte sich zuerst an die Mitgliedschaft und Träger der Gesellschaft und verlangte die nicht bezahlten Mitgliedsbeiträge, dann bat er um staatliche Hilfe. Er bot seine Zeitschrift dem Ungarischen Nationalmuseum an und versprach, als Gegenleistung für die materielle Unterstützung, die Beschreibungen seiner Sammlungen darin zu veröffentlichen. So kam der Name des Museums in den Untertitel der Zeitschrift. Von der Hilfe, die der Kulturminister gab, liess er die Druckereirechnungen tilgen. Seine energischen Massnahmen haben die Gesellschaft gerettet, gleichzeitig aber den Widerwillen des Vorstandes ausgelöst. Nachdem die Gefahr vorbei war, annulierte Ottó Herman seine Präsidentenschaft, weil die Generalversammlung im Mai nicht beschlussfähig war. Dann hat Ottó Herman von der Ungarischen Ethnographischen Gesellschaft für immer Abschied genommen. Sándor Huszty