A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 13-14. (1975)

KAMODY Miklós: A homonnai-tokaji átütéses bélyegfogazás rejtélye

DAS RÄTSEL DER DURCHSCHLAGS-PERFORIERUNG DER BRIEFMARKEN VON HOMONNA-TOKAJ (Auszug) Es ist eine Tatsache in der Briefmarkengeschichte, dass sechs Jahre vor­der österreichischen Postmarken in den ungarischen Marktflecken Tokaj und Homonna ein Versuch gemacht wurde, die Postmarken von einander mit der Hand zu trennen, auf primitive Art zu perforieren. Der Aufsatz löst die spezielle Frage aus der Urzeit der österreichischen Briefmarkenausgabe, das Rätsel der sogenannten Durchschlags-Perforierung von Homonna-Tokaj aus dem Jahre 1852. Der Verfasser wurde durch einen Artikel des namhaften österreichischen Filateliscten Dr. Anton Jerger, der in „Die Briefmarke" 1965. H. A—5, bzw in „Filatéliai Szemle" 1966. H. 2. erschien, zur Forschung angeregt. Mit Hilfe der hier veröffentlichten Angaben und der im Ungarischen Briefmarkenmuseum bewahrten perforierten Marken zeigte der Verfasser nicht die filatelischen Charakteristiken der Briefmarken, sondern ihre Anwendung im Postverkehr: Die Post von Homonna war von 1811 bis 1852 Briefsammelstelle. Von 1838 bis 1852 versah Ferenc Bazony hier den Dienst. Nach einer Bewerbung­sanzeige wurde ab 1. Mai 1852 György Szerviczky, ein Peamter in Tokaj und Grundbesitzer in Homonna, der namentliche Leiter der Expedientstelle, während Ferenc Bazony weiterhin sein Amt als Postexpeditor versah, allerdings als Untergebener. Die Perforierung hat der Postexpeditor Ferenc Bazony nach der Idee von Szerviczky, der aus einer griechischen Kaufmannsfamilie stammte und einen guten Geschäftssinn hatte, veranlasst, im Sommer 1852 wurden Änderungen hinsichtlich des Postverkehrs, des Tätigkeitskreises und des Personals durchgeführt. Das veranlasste Szerviczky, Bazony, der über eine lange Praxis verfügte, zu sich nach Tokaj zu holen. Zu gleicher Zeit wurde János Zakó, der seit 1847 bei der Tokajer Post arbeitete, wegen „Verlust des Dienstvertrauens" seines Amtes enthoben. Zakó hat als Major an den Befreiung­skämpfen teilgenommen und bei der Verteidigung seiner engeren Heimat (Bodrogkeresztúr, Tarcal, Tokaj) im Januar —Februar 1849 den Versuch des österreichischen Generals Schlich, die Theiss zu überqueren, zurückgeschlagen. So hat sich der Absolutismus am rebellischen Postexpeditor gerächt. Als Bazony nach Tokaj versetzt wurde, hat die Perforierung in Hommonna ein Ende genommen und in Tokaj angefangen, bis sie 1854 endgültig eingestellt wurde. Die Einstellung steht in Zusammenhang mit dem Personalwechsel beim Postamt in Tokaj. Die Regierung Hess die Rechtstitel der Postmeisterstellen

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