A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 13-14. (1975)

K.VÉGH Katalin: Régészeti adatok Észak-Magyarország i.sz. I-IV. századi történetéhez

102 Bei der Untersuchung der Funde können verschiedene Schlussfolgerungen gezogen werden, die wir im folgenden kurz zusammenfassen. Die Funde aus der Römerzeit, die in Nordungarn gemacht wurden, stam­men zum grossen Teil aus Siedlungen. Die Fundorte der Gräber sind: Szob­Homokos (Komitat Pest), Benczurfalva, Cserhátsurány, Kazár (Komitat Nógrád), Kompolt, Sirok, Terpes, Visznek (Komitat Heves), Domaháza, Gibárt, Miskolc—Sajó-Sandgrube und Szirma—Fáskert, Muhi, Umgebung von Sátoraljaújhely (?), Tiszaluc (Komitat Borsod). Die Funde aus der Römerzeit sind unterschiedlich im Gebiet zwischen Ipoly und Zagyva und dem davon östlicheren Gebiet. Die Gräber im Gebiet zwischen Ipoly und Zagyva können den Quaden zugeschrieben werden, während die Gräber im Gebiet östlich der Zagyva in Sirok, Terpes, Muhi, und Gibárt den Wandalen zugeschrieben werden können. Das Material der Siedlungen aus der Römerzeit in beiden Gebieten unterscheidet sich in erster Linie darin, dass an den Fundorten zwischen Ipoly und Zagyva keine keltisch-dakische Keramik vorkommen, während sie im Gebiet östlich der Zagyva häufig vorkommen. Die erstgenannten Fundorte können in die zweite Hälfte des I. Jahrhunderts datiert werden. Das beweisen auch die historischen Quellen. Tacitus schreibt im Jahre 98 n. Z. in seiner Germania, dass die Quaden schon lange über dem Donau-Abschnitt zwischen dem heutigen Wien und Esztergom wohnten. Später erwähnt er, dass die Cotini und Osi die keltischen Stämme Steuern zahlen lassen. 208 Die Quaden haben also auch das Gebiet über den Ipoly hinaus eingenommen. Mit dem Erscheinen der Quaden können das Vorkommen der Siedlungen und Gräbern ohne keltische und dakische Funde, erklärt werden, und das bedeutet gleichzeitig, dass diese Fundorte nicht jenen örtlichen Einwohnern zugeschrieben werden können, die nach der späten Keltenzeit weiterlebten. I. Bona bestimmt auch die Szober, Zebegényer, Nógrádverőce-er, Cserhátsurányer, Csitárer, Benczurfalvaer Funde als quadisch 209 , und hierzu können auch die neueren, ein wenig östlicheren Fundorte gezählt werden. Nach I. Erdélyi und M. Lamiová-Schmiedlová kann die ethnische Zugehörig­keit der Ipolytölgyeser Siedlung nicht bestimmt werden, sie zeigt aber verwandte Züge zur Przeworsk-Kultur, zu den südwestslowakischen und südmährischen Gebieten. Gleichzeitig datieren sie die Siedlung in die zweite Hälfte des II. Jahrhunderts. 210 Unserer Meinung nach können auch diese Funde zu den mährischen, südwestslowakischen quadischen Denkmälern in Verbindung gebracht werden. Es muss bemerkt werden, dass die Keramik der Quaden viele gemeinsame Züge mit den wandalischen Funden aufweist, ebenso auch mit der Przeworsk-Kultur, mit der Ostslowakei und dem östlichen Teil Nord­ungarns. Im Material der Siedlungen östlich des Zagyva-Tals findet man häufig Keramikfunde keltischer und d akischer Art. Solche Fundorte sind Heves, Szajla, Szilvásvárad, Hangony, Putnok, Sajókeresztúr, Miskolc, Ónod, Kistokaj, Garadna, Pányok. Nach Quellenangaben haben am Ende der Keltenzeit im mittleren Teil Nordungarns die Stämme der Cotini und Osi gelebt. 211 Das wird dadurch bewiesen, dass im Gebiet der Bükk und des Sajó-Tals die kelti­schen Funde häufiger vorkommen und dass die meisten Siedlungen, die keltisch­dakische Einwohner aufweisen, in diesem Gebiet gefunden wurden. (Eine

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