A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 12. (1973)

BALASSA Iván: A tokaj-hegyaljai német telepítések történetéhez

A TOKAJ-HEGYALJAI NÉMET TELEPÍTÉSEK TÖRTÉNETÉHEZ 3^9 II. Die Ansiedlung von Rátka, Hercegkút (Trautsondorf) und Károly­falva (Karlsdorf) wurde im Sommer des Jahres 1750 — angeregt vom Herzog Trautsohn — vollzogen; seinen Anruf geben wir in seiner Volls­tändigkeit — leider aber sehr fehlerhafter Umschrift aus dem Jahre 1783 — an. Mit Hilfe der Matrikel der Katholischen Kirche von Sáros­patak kann ganz pünktlich festgestellt werden, dass die erste Welle der Neusiedler im Sommer von 1750 angekommen ist. Rátka siedelte sich am Ort des alten verödeten Dorfes an, Trautsonfalva und Károlyfalva rodete sich den Siedlungsplatz vom Walde aus. Der Überlieferung nach sind sie aus dem Schwarzwald gekommen. Aufgrund der Familiennamen und Aufzeichnungen stammt die Mehrheit aus Baden. Zwischen den einzelnen Dörfern traten aber in materieller Lage gewisse Unterschiede auf. Rátka siedelte sich auf den Platz eines mittelalterlichen ungarischen Dorfes an, seine Bewohner wurden nicht nur ausgezeichnete Weinbauer, sondern sie bauten auch Tabak an. Der Tabak aus Rátka errang sich im vergangenen Jahrhundert den Landesruhm. In 1785 kamen 29 neue Familien ins Dorf, die sich während dem Lebenslauf der zweiten Gene­ration mit den Ersteren verschmälzten. Hercegkút (Trautsonfalva) siedelte sich unmittelbar neben Sárospatak an, seine Bewohner sind als vorzüg­liche Ackerbauer und Viehzüchtler in der Umgegend auch heute berühmt. Mit fleissiger Arbeit haben sie sich auch in der weiteren Gegend Äcker, Wiesen und Weiden gekauft. Heutzutage befassen sie sich hauptsächlich mit Weinbau. Károlyfalva übersiedelte in 1752 wahrscheinlich aus Traut­sonfalva. Sie haben mehr und besseres Acker beikommen und haben da­rum das neue Leben in besseren Verhältnissen begonnen. In den drei Dörfern sprechen hauptsächlich die Alten noch heute deutsch. Während meinen, längere Zeit hindurch vollzogenen ethnogra­phischen Untersuchungen koninte ich feststellen, dass ihre materielle Kultur in meisten Fällen sich der ungarischen Umgebung anpasste. Die Siedlungsform, die Verteilung der Scheunen, die Einteilung der Wohn­häuser hat aber gewisse Züge bis zu unseren Tagen bewahrt. In der sozialen und geistlichen Kultur haben sie Vieles gänzlich oder mit ge­wissen Umänderungein aufbewahrt. So die Kindersprüche und -spiele, gewisse Hochzeitsbräuche und den sog. Scheibensonntag (karikavasár­nap); am ersten Sonntag der Fastenzeit warf die Jugend glühende Holz­scheiben ins weite, ähnlich wie im badener Buchenbach. III. Die Ansiedlungen von II. Joseph wurden zwischen 1780—1790, erstens auf Kameralgütern vollzogen. Da die Neusiedler von den ver­schiedensten Gegenden des deutschen Sprachgebietes stammten, haben sie einander mit Hilfe der ungarischen — mancherorts der slowakischen — Sprache viel besser verstanden, und haben darum ihre Muttersprache verhältnismässig schnell vergessen, heute spricht man sie nirgends mehr. In eine Vorstadt von Sárospatak, in Üjpatak (Neupatak) d. h. József­falva (Josephdorf) siedelten sich in 1785 32 Familien an, welche mit den benachbarten deutschen Siedlungen auch später in enger Beziehung wa­ren. In der unmittelbaren Nähe von Sátoraljaújhely setzte sich Hosszú­láz zum Teil von Handwerkern zusammen, die ihre neue Heimat zwischen 1785—1789 aufbauten. Zu Abaújszántó schloss sich unmittelbar Húszház,

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