A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 9. (1970)

BODGÁL Ferenc: Sassy Attila – 1880-1967

322 BODGÁL, FERENC Attila Sassy Verfasser befaßt sich mit einer aus Miskolc stammenden beachtungswür­digen Künstler-Persönlichkeit. Attila Sassy wurde am 17. Oktober 1880 in Miskolc als Sohn einer alteingesessenen Familie geboren und absolvierte seine künstlerischen Studien in Pest, Paris, München und in Nagybánya. Zu Be­ginn des Jahrhunderts nahm er in Paris den Künstlernamen „Aiglon" an, den er zeit seines Lebens beibehielt. 1909 erregte er mit seinen Federzeichnungen „Opiumträume" allgemeines Aufsehen. 1918 wurde dieses Werk erneut herausgegeben. Seine erste Auss­tellung fand in Paris statt. In Budapest nahm er an 18 Ausstellungen teil. In seiner Geburtsstadt Miskolc wurden seine gesammelten Werke zweimal zur Schau gestellt. Außerdem waren seine Arbeiten auch in Ungvár und Debre­cen zu sehen. Er war ein namhafter Graphiker, seine Exlibrisse kennzeichnet eine ganz eigenartige sezessionistische Linienführung. Zahlreiche Dichter, Schriftsteller, Schauspieler und Künstler waren seine besten Freunde. Er il­lustrierte auch einen Gedichtband von Margit Kaffka, einer der hervorra­gendsten ungarischen Schriftstellerinnen des beginnenden Jahrhunderts. Er versuchte sich in verschiedenen Kunststilen, dem Sezessionismus, Expressio­nismus, Symbolismus. Seine erotischen Gemälde und Zeichnungen sind be­rühmt. Außerdem machte er vortreffliche Karikaturen und schrieb auch kunstkritische Artikel. Er malte zahlreiche Tafelbilder, Porträts, Stilleben, und auch Landschaftsbilder. Einen bedeutenden Teil seiner Werke schenkte er dem Herman Ottó Museum von Miskolc. Viele seiner wertvollen Gemälde und Zeichnungen befinden sich im Besitz seiner Freunde, Verwandten und auch von Museen. Nach einer beinahe sieben Jahrzehnte langen künstlerischen Laufbahn starb. A. Sassy im Oktober 1967 in Budapest. Eine umfassende, detaillierte Biographie des Künstlers liegt noch nicht vor. Auch eine retrospektive Schau seines Lebenswerkes würde zahlreiche Besucher anziehen. FERENC BODGÁL

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