A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 3. (1963)
LAJOS Árpád: Díszes fafaragás a Hór völgyén
DÍSZES FAFARAGÁS A HÓR VÖLGYÉN 135 Die Holzschnitzer verstanden sich vortrefflich auf die Baumarten der nahen Wälder und wählten für einen jeden Gegenstand das entsprechende Holz. Auch der Grossteil der verwendeten Werkzeuge war eigenes Fabrikat und nur selten wandten sie sich zwecks Anfertiglang eiserner Werkzeugbestandteile an die Zigeunerschmiede. Die Ornamentik der Holzschnitzereien setzte sich aus uralten, fast bei allen Völkern auffindbaren Dekorationselementen zusammen, denen sich auch landnahmezeitliche und später gebräuchliche ungarische Motive zugesellten. Doch gibt es auch Gegenstände (Schnitzbank, Sitzmöbel für die Wohnung), an denen der barocke Einfluss der vergangenen Jahrhunderte unverkennbar ist. Die Holzschnitzkunst von Cserépfalva erfuhr ihre Ausgestaltung — als Kulturerbe von Vater auf Sohn übergehend — Jahrhunderte hindurch und ist der wesentlichste Zug der Volkskultur der Gemeinde. In den dreissiger Jahren begann der Verfall der Holzschneidekunst von Cserépfalva, als nämlich durch die Umwandlung der Lebensformen zahlreiche Gegenstände ausser Gebrauch gerieten. Derzeit sind kulturpolitische Organe im Verein mit denen des Hausgewerbes darauf bedacht, die Holzschneidekunst in Cserépfalva wieder aufblühen zu lassen und die Ornamentik der Holzschnitzerei auf derzeit gebräuchliche Gegenstände hinüberzuretten. ÁRPÁD LAJOS