Bodó Sándor: A Bodrogköz állattartása (Borsodi Kismonográfiák 36. Miskolc, 1992)
DAS HIRTENTUM IN BODROGKÖZ (Auszug) Der Verfasser erforschte von 1962 bis 1975 eine der uralten Beschäftigungen des Ungartums in dem Gebiet von Bodrogköz (in Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén). Diese Gegend war, erst vor einem Jahrhundert, ausserordentlich sumpig-morastig und moorig. Ihre Oberfläche wurde von vielen Teichen und Gerinnen zerstückelt, und die Hochwässer von der Theiss oder von dem Bodrog überfluteten sie nicht einmal. In der Wirtschaftsstuktur von Bodrogköz-Gegend-Bewohnern spielte die Viehhaltung eine vordringliche Rolle, darin dominanterweise die Rinderzucht. Daneben beschäftigten sie sich auch mit der Bodenbewirtschaftung und bis zum Jahre 1848 bezahlten sie mit deren Produkten die Kontribution für die Fronherren und die Kirche in gleichem Masse. In der Untersuchung der Viehzucht des Bodrogközer Volkes stellt der Verfasser fest, dass die Form und Weise der Haltung in jedem Falle als eine direkte Folge der Utilisation der Tiere ausgeprägt sind. Von diesem Gesichtspunkt aus beschreibt der Autor die extensive Haltungsweise und die Haltungsform des Rindviehbestandes: 1. die einen Vermögensund Propagationscharakter (Vermehrungscharakter) haben, 2. die die Zugkraft liefern, und 3. die den Milchertrag und Propagationsertrag (Vermehrungsertrag) geben. Man hat bis zum Ende des 19. Jh-s auf den auenwäldigen Rasenweideländern und in den Wäldern des Bodrogközgebietes überwiegender Weise das weisse, sg. von den Magyaren gezüchtete Vieh gehalten. Die ersten Tiere des Buntviehs westlichen Ursprungs erschienen hier erst in der zweiten Hälfte des 19. Jh-s. Im. 20. Jh. wurden die Rindvieh der Magyar-Rasse langsam durch die der farbigen Rasse abgelöst, und heutzutage kann man so gut wie kein einziges Stück mehr der uralten Rasse auf dieser Gegend auffinden. Die Ursache des Rassenwechsels ist in erster Linie in der Veränderung der Funktion zu suchen, also wurde Benutzung des Viehs für Zugkräfte in den Hintergrund gedrängt, und langsam rückte die intensive, die warenerzengende Viehzucht in Vordergrund, da sie Milch und Fleisch in grösserer Menge produziert. In der Aufzeichnung des Viehhaltungssystems der traditionellen Tierhaltung wünscht der Verfasser mit Hilfe der Angaben die Hypothese von István Szabó weiterauszubauen. Demnach ist es zu sagen, dass die 193