Szabadfalvi József: A megyaszói festett asztalosmunkák 1735-ből (Borsodi Kismonográfiák 9. Miskolc, 1980)
auch Rosetten genannt (Bild 5), Blumen, die an die Lilie erinnern (Bild 6), der Granatapfel (z. B. Tafeln 29, 41) und die Nelke (Tafeln 17, 30 und 36 sowie Bild 8). An der Kirchendecke in Megyaszö waren am Treffpunkt aller vier Tafeln an den Ecken kleine vierbogige Rosetten angenagelt (Bilder 9—10). Hiervon sind uns 39 erhalten geblieben, die noch ganz sind, und vier sind zerbrochen. Die Bemalung dieser Rosetten ist sehr unterschiedlich; in der Grundfarbe sind sie alle weiss, während die stilisierten Blumenelemente in Blau, Rot und Schwarz gehalten sind. Von den gemalten Tafeln, die die einstige Empore in der Megyaszöer Kirche schmückten, sind 10 im Ottö-Herman-Museum zu Miskolc ausgestellt (Tafeln 62—71). Diese Tafeln laufen nach oben hin in einem Halbkreis aus und sind etwas länger als die rechteckigen Deckenbalken. Die Ornamentik der Emporenplatten zeigt Verwandtschaft mit der der übrigen Tafeln; es ist anzunehmen, dass sie 1735 von denselben Meistern angefertigt wurden. Unser Museum beherbergt auch das Dach der Kanzel aus der Kirche von Megyaszö (Bild 12). Am Boden des Kanzeldaches war zu lesen: „Keszült 1704-dik Esztendöben — Megüjittatott 1800-ik Esztendöben Asztalos Maist Bede Pal ältal" (Gefertigt im Jahre 1704 — Erneuert im Jahre 1800 von dem Tischlermeister Pal Bede). Als bei den Restaurationsarbeiten die Ölfarbe, die 1800 darübergestrichen worden war, entfernt wurde, ging leider auch die sehr schöne ursprüngliche Malerei aus dem Jahre 1704 verloren (Tafel 72). So kam aber folgender Text zum Vorschein: „Isten Ditsösegere Tsinältatta Superla Meszäros Märton Diäk Medgyaszszai Ecclaesiänak. Anno D. 1704" (Zu Ehren Gottes gefertigt im Auftrag von Märton Meszäros für die Ekklesia der Schüler von Medgyaszö, Anno D. 1704). Auf dem Territorium Ungarn kommen von Beginn des 15. Jahrhunderts an bemalte Deckenkasetten in erster Linie in kirchlichen Gebäuden und weniger in Schlössern und Häusern vor. Aufzufinden sind heute meist die Deckenkasetten, die aus der Zeit vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen. Unter diesen nimmt die Megyaszöer in Hinblick auf die Ornamentik einen recht guten Platz ein. Die bemalten Kirchenmöbel hatten auch Auswirkung auf die bemalten Möbel im allgemeinen und somit auch auf die ungarische Volkskunst. 62