Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 36 (1991) (Pécs, 1992)
Régészet - K. Zoffmann Zsuzsanna: A középeurópai (KVK és DVK) valamint az alföldi (AVK) vonaldíszes kerámiák embertani leleteinek metrikus összehasonlítása
VONALDÍSZES KERÁMIÁK EMBERTANI LELETEI 99 Skelettfunden der Linienbandkeramikkultur der Ostregion des Karpathenbeckens (Autochtonität der Skelettfunde der Alföld Linienbandkeramik — AVK). DMÉ 1982, 23—51. Zoffmann, Zs. K. (1980): Eine Übersicht über das anthropologische Material des neolitischen und kupferzeitlichen Kulturen im Karpathenbecken. Alba Regia 19, 9—29. Zoffmann, Zs. K. (1983): A Medina-Margitsziget lelőhelyen feltárt koraneolitikus sír embertani vizsgálata. — Anthropological examination of the early Neolithic grave uncovered at the site Medina-Margitsziget. Anthrop. Közi. 27, 61—68. Zoffmann, Zs. K. (1983—84): Die anthropologischen Funde der früh- und spät-Alföld-Linienbandkeramik in Ost-Ungam (Anthropologisches Material der Alföld-Linienbandkeramik aus dem Fundort von Békés-Déló). DMÉ 1983—84, 71—84. Zoffmann, Zs. K. (1984a): A Kárpát-medence neolitikus és rézkori embertani leleteinek főbb metrikus és taxonómiai jellemzői. — Main metric and taxonomic data of the anthropological finds dating from the Neolithic and Copper Ages in the Carpathian Basin. Anthrop. Közi. 28, 79—90. Zoffmann, Zs. K. (1984b): An attempt to use physical anthropological data in the study of the south-eastern connections of Central European Neolithic populations. Alba Regia 21, 139—146. Zoffmann, Zs. K. (1986): Anthropological connections of the Lengyel culture according to a generalized distance analysis. Int. Prehistoric Conference — Szekszárd 1985. A Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13, 171—179. Zoffmann, Zs. K. (1989): Újabb embertani leletek Békés megye neolitikus és rézkori lelőhelyeiről. A Békés Megyei Múzeumok Közleményei 16, nyomdában. Zoffmann, Zs. K. (1990): Neolithic populations in the Carpathian Basin as displayed by Penrose analysis. Third symposium on Upper Palaeolithic, Mesolithic and Neolithic populations of Europe and the Mediterranean Basin — Budapest 1990, nyomdában. Metrischer Vergleich der anthropologischen Funde der mitteleuropäischen und der Alföld-Linienband-Keramik Zs. K. ZOFFMANN In der westlichen und östlichen Hälfte des Karpatenbeckens können zwei Einheiten der Linienbandkeramik auseinandergehalten werden: die sich an Westeuropa schliessende Transdanubische (KVK) bzw. Mitteleuropäischen, (KVK) d.h. sich selbständig entwickelnde Alföld-Linienbandkeramik (AVK). Den archäologischen Forschungen nach lassen sich die zwei Kulturen auf voneinander abweichende Grundlagen zurückführen und in Ermangelung der Verbindungen von signifikantem Wert scheint auch die Penrose-Analyse ihrer anthropologischen Serien dies zu beweisen. Da aber diese letztere — sich auf die Durchschnittswerte der Schädelmasse basierend — auch die vermutliche taxonomische Heterogenität der von den Serien vertretenen Population anzeigenden Streuwerte ausser acht lässt, scheint zweckmässig zu sein, diesem Problem auch von einem anderen Gesichtspunkt aus nahezukommen. Die vorliegende Abhandlung bestimmt, —die individuellen metrischen Daten (Schädelmasse und -indizes) der Funde miteinander vergleichend und aufgrund der von den Kategorien nach Aleksejev —Debec (1964) ausgedrückten individuellen Daten die im Kreise der Funde der KVK+DVK bzw. AVK feststellbare Heterogenität beweisend, — 4 Merkmalkomplexe: 1) mit hohem, breitem, eurymorphem Gesicht, mittelbreit-breitem, mesobrachykranem Hirnschädel, 2) mit hohem, mittelbreit-schmalem, leptomorphem Gesicht, mittelbreitem, dolichohyperdolichokranem Hirnschädel, 3) mit niedrigem, mittelbreit-schmalem, eurymorphem Gesicht, mittelbreit-schmalem, dolicho-hyperdolichokranem Hirnschädel und 4) mit niedrigem, mittelbreit-schmalem, leptomorphem Gesicht, schmalem-sehr schmalem, dolichohyperdolichokranem Hirnschädel. Aufgrund der Merkmale dieser Komplexe bzw. der Vorkommen der auf diese Weise umreissbaren typologischen Varianten zeigen sich zwischen den Populationen der KVK+DVK und der AVK die folgenden Abweichungen: a) In der AVK dominieren die über grosse, absolute Masse verfügenden Typenverianten (1. und 2.), indessen in der KVK+DVK die Proportion ihres Vorkommens schon viel geringer ist. b) In der AVK gilt die niedrige, schmale, leptomorphe Typenv^riante für unbekannt. Insofern wir die Ursache der obigen Abweichungen sich in einem an Ort und Stelle abspielenden Grazilisationsprozess suchen, so scheint es, dass die Vertreter der AVK viel archaischere Formen repräsentieren, während die Grazilisation derselben Grundtypen innerhalb der Populationen der KVK+DVK viel fortgeschrittener gewesen sein konnte. Gleichzeitig kann aber auch vorgestellt werden, dass sich das Vorhandensein der Typenvariante mit niedrigem, schmalem, leptomorphem Gesicht (4) in der KVK+DVK an eine solche Komponente knüpft, die im Westen als ein Plus bereits zu diesen Zeiten vorhanden war, aus dem Kreise der AVK hingegen schon von vornherein gefehlt hat. Die Frage lässt sich erst durch den zukünftigen Vergleich der mit neueren Funden bereicherten Serien bzw. die Beachtung der chronologisch einanderfolgenden archäologischen Gruppen der gegebenen Typenvarianten entscheiden.