Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 34 (1989) (Pécs, 1990)

Néprajztudomány - Virt István: Halottas szokások és hiedelmek a Baranya megyében élő moldvai csángóknál

238 VIRT ISTVÁN IRODALOM Diószegi V. (1978): A pogány magyarok hitvilága. — Budapest. Domokos P. P. (1987) : A moldvai magyarság. — Budapest. Gegő E. (1838) : A moldvai magyar telepekről. — Buda. K. Kovács L. (1944) : A kolozsvári hóstátiak temet­kezése. — Kolozsvár. Kunt E. (1987): Az utolsó átváltozás. — Budapest. László Gy. (1944): A honfoglaló magyar nép élete. Budapest. Petrás Incze J. (1842) : Feleletek tekintetes és nem­zetes Döbrentei Gábor Budakerületi országos fő­biztos kérdéseire, a moldovai magyarok felől (Tudománytár 1842-es évfolyam). (Közli: Domo­kos P. P.: Édes hazámnak akartam szolgálni, 1324. old.) Pócs É. (1982): Kenyér és lepény. — A régi nyers­anyag és technológia szerepe a halottkultuszban. In. Előmunkálatok a Magyarság Néprajzához, szerk.: Hoppal M.—Nóvák L. — Budapest. ; Sitten und Glauben um die Verstorbenen bei der Csángó-Bevölkerung aus Moldau in Bezirk Baranya, Ungarn István VIRT In Bezirk Baranya (in Egyházaskozár, Szá­rász und Mekényes) haben sich die Csángó aus Moldau angesiedelt. Seit vier Jahrzehnten le­ben die Csángó aus Moldau zusammen, die vor dem Krieg in Pusztina, Lészped, Klézse, Diószén, Lábnik und Csajcsána gewohnt haben. Der Un­terschied bestimmter Sitten hat sich in diesen Dorf en wegen des Zusammenwohnens in eini­gen Fällen aufgelöst, in anderen is er erhalten­geblieben. Die Veränderung der Totensitten bei den Csángó und ihren Glauben im Bezug auf die Seele habe ich 1980 angefangen zu forschen. Später habe ich das Material mit den neuen Kenntnissen aus der Sammelarbeit in Pusztina am Tázló and in Csügés am Tatros erweitert. Die Auflösung des menschlichen Lebens, den Tod des Körpers verursacht die endgültige Hin­fahrt der Seele. Die den Körper verlassene Seele verweilt drei Tage nach dem Tod im Haus, worauf aussergewöhnliche Zeivhen hin­deuten, die zu solchen Anlässen zu erfahren sind. In der Csángó-Bevölkerung lebt das Glau­ben, dass es im Körper zwei Seelen gibt: die Körperseele, deren Ausscheiden Tod verur­sacht, und die freie Seele, die von Zeit zu Zeit den Körper verlässt. Die freie Seele kann in solchen Fällen grosse Entfernungen zurückle­gen, was der Mensch als Traum überlebt und damit wird die aussergewöhnliche Fähigkeit der Totenseher erklärt. Die Frau „Seher" oder „Sager" gesagt schläft drei Tage, ihre Seele is während dieser Zeit im Jenseits und was sie dort erlebt, erzählt den Lebenden. In der darauf folgenden Zeit bestreben sich die Lebenden dem Verstorbenen die entspre­chenden Umstände zu sichern, damit das Leben der Seele im Jenseits umgestört bleibt. Der Verstorbene wird entsprechend gewaschen und gekleidet auf die Bahre gelegt und zwei Nächte Totenwache gehalten. Speise und Getränke wird für die Seele im Haus gefertigt, damit sie aus ihrem Dampf und Dunst verzehren kann. In den Sarg kommen die Gebrauchsgegenstän­de, die sie in Jenseits braucht. Für die Gegen­stände, die man vergessen hat, meldet sich der Verstorbene, so sollen die fehlenden Kleidungs­stücke und das Essen „im Namen Gottes" je­manden verschenkt werden, weil sie so — ih­nen Glauben nach — auf Jenseits kommen. In anderen Fällen wird der Gegenstand in die Erde des Grabes eingelegt, was die Seele des Verstorbenen abholt. In die Dörfeen von Moldau haben sich die Männer während des Trauers nicht rasiert, die Mädchen haben mit losen Haaren getrauert. Die Seele verlässt die irdische Welt am 40. Tage, die Verwandten lassen eine Messe lesen, im Namen Gottes Speisen und Getränke vertei­len, damit es die Seele in Jenseits bekommt. Der Verstorbene kehrt nul in dem Falle zu den Verwandten zurück, wenn ihm etwas fehlt. Die Lebenden helfen dann den Mangel ab, damit die Seele des Verstorbenen beruhigt wird.

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