Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 25 (1980) (Pécs, 1981)

Természettudományok - Horváth, Adolf Olivér: Potentillo – Quercetum (sensu latissimo) Wälder, III.

POTENTILLO — QUERCETUM WALDER III. 49 Arten gekennzeichnet, nachdem die Assoziation auf einem arealgeographischen Grenzgebiet liegt und in der Zusammensetzung der Arten verarmt ist. Quercetum frainetto-cerris moesiacum atypicum Obwohl Doniba (1968) sich in seiner Studie in erster Reihe mit dem Carpinion befasst, doch figu­rieren im Titel derselben die Eichenwälder von Süd-Rumänien an erster Stelle,- somit hat er auch über dieselben, d. h. über das Quercetum petraeae­cerris moesiacum manches zu sagen. In der Dobrudscha, zwischen der Donau und dem Schwarzen Meere, bei Babadag, steht ein Kalkstein­hügel aus dem Trias- und Kreide-Zeitalter, in einer Höhe von durchschnittlich 300 m, und weist eine Vegetation auf, die von den Steppen der Umgebung durchaus abweicht, wie die des Andesithügels Ka­szonyi-hegy, am Nordostrande der Grossen Unga­rischen Tiefebene. Hier findet man eine Insel von Quercetum petraeae-cerris. Die Eichenwälder der Dobrudscha bilden einen Übergang zwischen dem mittel-europäischen und subxerophilen süd-europä­ischen Quercetum. Ausser den bereits erwähnten Gesteinen findet man in den bodenbildenden unte­ren Regionen auch Granit, Porphyr und Loss. Das Klima wird durch sommerliche Dürre gekennzeich­net, aber ein wenig herbstliches Maximum gibt dem Gebiet ein submediterranes Gepräge, was auch in der Flora und in der Vegetation neben der Konü­nentalität bemerkbar wird. Auch im Boden werden beide Wirkungen geltend. Der pH Wert des Bodens ist: 5,0—7,5. Die Dendroflora weist einen stark süd­lichen Charakter auf: mit 7 Quercus-, 3 Acer-, 3 Fraxinus-, 2 Carpinus-Arten. Im Norden im Gegenteil z. B. in Fennoskandina­vien, von dem südlichsten Teil abgesehen, findet man nur 1 Quercus (robur), 1 Tilia (cordata), 1 Po­pulus (tremula); Carpinus fehlt ganz, doch gibt es eine Assoziation (Hepatico-Tilietum), die dem Quer­co-Carpinetum entspricht und eine ziemlich reiche FagreiaZia-Untervegetation aufweist. Abgesehen von dem südlichen Teil fehlt in Fennoskandinavien auch das Fagetum und wird durch das verschiedene Fa­getalia-Arten enthaltende Piceetum ersetzt. Mittel­Europa nimmt hinsichtlich der Dendroflora ihrer Wälder eine Mittelstelle zwischen Nord- und Süd­Europa ein. Übrigens sind diese an Arten so reiche Eichen­wälder in Rumänien auch an anderen Stellen (z. B. Bukarest) vorzufinden. Wenn man die Liste der Eichenwälder von Süd­ost-Rumänien studiert, kann man folgendes feststel­len: der Autor zählt 6 Carpinion-Arten, 28 Fageta­Ha-Arten, 46 Querco-Fagetea Arten s. 1., 35 Qu. pub.-Arten, sowie thermophile Orno-Cotinetalia (14), Quercion petraeae (3), Qu. irainetto (4) und Aceri tatarico-Quercion Arten (6), sowie 17 Diffe­renzial- und Charakter-Arten auf, die lokal charak­teristische und südliche Elemente sind. Auf Grund des Obigen kann es festgestellt wer­den, dass in dieser Assoziation die Eichenwälder s. 1. Quercetalia diversa mit 86 Arten dominieren, ge­genüber den 34 Fagetalia s. 1. Taxa. Daneben ist auch die Anzahl der Quer со-Fagetea-Arten beträcht­lich. Die acidoklinen Elemente fehlen. Das alles be­weist, dass die Analyse der Charakterarten der As­soziation auf eine Verwandtschaft mit den Eichen­wäldern mit Potentilla micrantha hinweist, und zwar mit einem starken Carpinion oder richtiger Fageta­lia Einschlag. Es ist höchst interessant, die Analyse der südöstlichen Taxa der Assoziation mit dem Pan­nonicum zu vergleichen. Die hier behandelten Assoziationen sind beson­ders der Flora und Vegetation des Meesekgebirges in Südungarn verwandt, aber es gibt darin zahl­reiche Floraelemente, die Ungarn nicht mehr er­reichen. Alle 4 Arten des Quercion irainetto sind im Mecsek vorhanden. (Digitalis lanata. Lychnis co­ronaria, Potentilla micrantha, Tilia argentea). Von den 2 Arten des Carpinion orientális s. 1. ist im Me­csek nur eine vorzufinden (Lathyrus venetus). Von den 16 Differenzial- und Charakterarten der Asso­ziationen sind im Mecsek 5 folgende vorzufinden: Quercus dalechampii, Carpesium cernuum, Leonurus cardiaca, Smyrnium perloliatum, Verbascum phoeni­ceum. Einige Arten findet man auch nördlich des Mecsek im Pannoni cum. (Unter 16 Arten sind 5 solche Taxa.) Die stark südöstlichen Arten des Orno-Cotineta­lia sind eher im Ungarischen Mittelgebirge vorhan­den: Car ex Halleriana, Physocualis modosus, Capri­nus orientális (letzteres nur im Vértesgebirge), Ory­zopsis virescens, während die folgenden Arten so­wohl im Mecsek, als auch im Ungarischen Mittel­gebirge in gleicher Weise vorzufinden sind: Cotinus coggygria (im Mecsek jedoch nur wenig), Fraxinus ornus. Silène otites, Sorbus domestica, Mercurialis ovata. Unter den Arten des Aceri tatarico-Quercion fehlen im Pannonicum: Doronicum longiiolium, Nectaroscordium siculum, Syrenia cuspidata. Obige Analyse der Fagetalia s. 1., Quercetalia s. 1. und Querco-Fagetea s. 1. zeigt sehr schön den mit­teleuropäischen und südöstlichen Charakter der Eichenwälder von Südost-Rumänien, sowie den Übergang zwischen den beiden und dem Pannoni­cum, mit dem Unterschied, dass das Ungarische Mit­telgebirge durch die Orno-Cotinetalia durch die Ar­ten des Quercion-trainetto neben den Cotinetälia­Taxa gekennzeichnet wird. Nachdem ich die in meinem Buch übliche Analy­se der Charakterarten und der Artenkombinationen aufgestellt hatte, konnte ich feststellen, dass die fol­genden Potentillo-Quercion (sensu latissimo) Taxa in den Eichenwäldern von Südost-Rumänien vorzu­finden sind: Quercus petraea, Ajuga reptans. Dac-

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