Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 23 (1978) (Pécs, 1979)
Természettudományok - Fazekas Imre. Vizsgálatok a Keleti-Mecsek nagylepkefaunáján III. A püspökszentlászlói arborétum és környékének nagylepkéi (Lepidoptera)
86 FAZEKAS IMRE Untersuchungen über die Makrolepidopterenfauna des östlichen Teiles des Mecsek-Gebirges (SW-Ungarn) III. Die Makrolepidopteren des Arboretums von Püspökszentlászló und seiner Umgebung IMRE FAZEKAS Ich habe die lepidopterologische Durchforschung des östlichen Teiles des Mecsek-Gebirges (S-Ungarn) im 1970 begonvorliegenden Arbeit wird die Makroheteroceren-Fauna der sog. Zengő-Gruppe (682) behandelt, die — sowohl in geologischer, botanischer, als auch in zoologischer Hinsicht — als die am meisten interessante und charakteristische landschaftliche Einheit des Gebietes gilt. Vier Jahre hindurch Hess ich eine Lichtfalle im Arboretum von Püspökszentlászló betätigen, deren Standort sich am Rande des Arboretums bzw. eines Buchenwaldes befand. Das faunistische Bild des Gebietes entspricht in grossen Zügen jenem, das für die Laubwaldgebiete des Ungarischen Mittelgebirges charakteristisch ist. Einige Arten, die im Lande als selten gelten, können hier entweder als ansässig betrachtet werden (Orthostixis cribraria Hb., Eupithecia silenicolata Mab., Я. abpreviata Stph., Boarmia vierlii Boh., Autographa pulchrina Hw. usw), oder aber wurden sie mit ihrer Futterpflanze (Nadelhölzer) eingeschleppt (Eupithecia indigata Hb., E. tantillaria В., E. lariciata Frr.). Aufgrund der Men genverteilung der Lepidopteren-Arten kann man feststellen, dass 41,808% der insgesammt gesammelten 21 826 LepidopterenExemplare sich in der Laubkronenschicht entwickelt hat. Unter diesen können mehrere bedeutungsvolle forstwirtschaftliche Schädlinge festgestellt werden. Unter den mono- (bzw. oligo-) phagen eichenfressenden Arten findet man die häufigste Art des Gebietes: Cyclophora ruiiciliaria (4,728%). Der Anteil der Buchen-bzw. Hainbuchen-fressenden Arten ist überhaupt sehr gering (4,785). Aufgrund des geringen Mengeranteil der flechtenfressenden Arten kann man darauf schliessen, dass die Epiphyzenvegetation des östlichen Mecsek-Gebirges durch die Luftverschmutzung des naheliegenden Industriegebietes erheblich beschädigt wurde. Nur einige Arten haben den 1%-Anteil übertroffen: Miltochrista miniata Forst. (3,738%), Eilema lurideola Zinck. (2,254%). Der Mengenanteil der auf krautartigen Pflanzen lebenden Arten ist erheblich höher, als jener der laubfressenden (50,829%—41,808%). Weil im untersuchten Gebiet keine ausgedehnte Agrobiozönosen vorhanden sind, der Anteil der landwirtschaftlichen Schädlinge recht gering, ist ihr Mohrzahl erreicht den 1%-Anteil nicht. Ich habe durch Genitalienuntersuchungen nachgewiesen, dass Eupithecia silenicolata Mab. — im Gegensatz mit den Literaturangaben — im Mecsek-Gebirge in zwei Generationen vorkommt. Es sich möglicherweise um eine neue Subspezies, die aber — mangels eines grösseren Vergleichsmaterials — noch nicht beschrieben werden konnte. Auch die Art. È. intricata Zett. benötigt weitere mikrosystematische Untersuchungen. Die Populationen aus SW-Ungarn weisen Unterschiede gegenüber E. intricata arceuthata Frr. — sowohl im Habitus, als auch in den Kopulationsorganen — auf. In der Arbeit sind die Verbreitungskarten einiger zoogeographisch bedeutungsvollen Arten; die Genitalienbilder einiger Arten, die im Lichtfallenmaterial ohne Genitaluntersuchung nicht mit Sicherheit determiniert werden können; bzw. die Photos einiger von faunistischer Hinsicht interessanten Arten veröffentlicht.