Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 23 (1978) (Pécs, 1979)

Régészet - Maráz, Borbála: Zur Frühhallstattzeit in Süd-Pannonien

ZUR FRÜHHALLSTATTZEIT IN SÜD-PANNONIEN 149 de (Abb. 4. und Taf. III. 1). Der Steinmantel unter dem Hügel war in der Mitte aufgewühlt; das Grab konnte teilweise ausgeplündert worden sein, da auch die Gefäßbeigaben zerbrochen und unvollständig in der Grabgrube zutage kamen. Beigaben: 1. Schwarz polierte große Urne mit herausgebogenem Rand; am Bauch Kannelure, an der Schulterlinie zwei waagerecht durchbohrte Hen­kel (Taf. VI. 6) ; 2. Schwarz polierte kleine Urne mit kannelurverziertem Bauch, an der Schulterli­nie kurzer Bandhenkel (Taf. VI. 4) ; 3. Drei bron­zene Pferdegeschirrbeschläge (Taf. VII. 2—3, 6) ; 4. Schüssel mit turbanförmigem Rand, unter dem Rand mit Buckel (Taf. VI. 5) ; 5. Kugelschnittför­mige, schwarz polierte kleine Tasse (Taf. VII. 5) ; 6. Bruchstücke eines kleinen Eisenmessers mit gebogenem Rückenteil. Die Grabbeigaben waren mit schwarzer, mit Asche, Holzkohle und kalzinierten Knochen ge­mischter Erde bedeckt. Daraus ergibt sich, daß nach dem Hinlegen der Gefäß- und Metallbeiga­ben die Aschereste mit dem Leichenbrand einfach in die Grabgrube gefegt wurden. Tumulus 15.: ein ca. 1,5 m hoher Hügel mit einem Durchmesser von 14 m. Darin fanden wir einen, aus einer schmalen Steinreihe bestehenden Steinkranz und in seiner Mitte einem großen Stein­mantel; unter dem Steinmantel kam im Mittel­punkt des Hügels eine aus Steinen angefertigte Grabkammer zutage, deren Deckplatte fehlte, da das Grab teilweise ausgeplündert wurde. Die Steinkammer bildeten große, flache Steine, die ringsherum am Rand der Grabgrube lagen (Taf. V.). Am Boden der Grabgrube lagen die Asche­reste in einem Haufen. Beigaben: 1. Hellbraune, niedrige, große Urne, am Bauch Kannelur, an der Halslinie kurzer Bandhenkel (Abb. 6. 2) ; 2. Schwarz polierte große Urne mit breit ausladendem Rand und kannelurverziertem Bauch (Abb. 6. 1) ; 3. Eingeritzt verzierte bronzene Pferdegeschirrbeschläge mit Resten von Lederrie­men (Abb. 5.). Die Charakteristika der Jakabberger Bestattun­gen können wir aufgrund der bisher erschlosse­nen Tumuli wie folgt zusammenfassen: Jedes Hügelgrab enthielt eine einzige Brandbes­tattung. Die Grabgrube umrahmte ein Steinkranz, der manchmal nur aus einer, auf das ehemalige Fußbodenniveau gelegten Steinreihe, woanders aus einem breiten und hohen Steinhaufen bestand, oder eine, einen halben Meter hohe, aus trocken aufeinandergelegten Steinen bestehende Wand bil­dete den Steinkranz 9 (Taf. III. 2). Über dem Grab befand sich in einigen Fällen eine aus Steinen ge­baute Kammer oder ein Steinmantel, die Spuren einer aus Holzgebauten Grabkammer haben wir nirgendwo gefunden. Der Durchmesser der Stein­kränze variierte zwischen 8 und 12 m. Unter den Beigaben gab es sehr wenig Metall: in den Gräbern kamen im allgemeinen sog. thrako­kimmerische Bronzepferdegeschirrbeschläge, klei­ne Eisenmesser mit gebogenem Rücken, Eisenper­len, glatte Bronzearmringe (Taf. VIII. 7) und ihre verbrannten Bruchstücke, einige mit Eiseneinlage verzierte Bronzenadeln, dunkelblaue Glasperlen und kleine Goldperlen vor. Die Anzahl der Ge­fäßbeigaben bewegt sich zwischen 2 und 6. Abb. 5. Pécs—Jakabberg: bronzene Riemenkreuzung aus dem Tumulus 15. 5. kép. Pécs—Jakabhegy: a 15. tumulusból való bronz szíjelosztó. 9 In Transdanubien kennen wir aus Somlóvásár­hely (Tumuli I. und III.) solche früheisenzeitlichen Tumuli, worunter sich wahrscheinlich Steinkränze befanden, obwohl dies aus der Publikation nicht ein­deutig hervorgeht {Horváth A.: A vaszari és somló­vásárhelyi Hallstatt-kori halomsírok. — Hügelgräber aus der Hallstattzeit nächst Soimlóvásárhely und Va­szar. VMMK 8 (1969) 110—111., 124., Abb. 1.).

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