Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 22 (1977) (Pécs, 1978)

Természettudományok - Fazekas Imre: Vizsgálatok a Keleti Mecsek nagylepkefaunáján II. A Keleti Mecsek Zygaenidae és Diurna faunájának alapvetése (Lepidoptera)

A KELETI MECSEK NAGYLEPKÉI II. 105 Untersuchungen der Makrolepidopterenfauna des östlichen Mecsek-Gebirges II. Grundlagen der Zygaeniden und Tagfalterfauna des östlichen Mecsek-Gebirges (Lepidoptera) I. FAZEKAS Bisher wurden in den durch vulkanische Vor­gänge entstandenen östlichen Gebieten des Mecsek­gebirges keine Lepidopterologischen Forschungen durchgeführt. Ich habe während meiner sehs Jahre lang andauernden Forschungen mehr als 600 Mak­rolepidoterenarten feststellen können, von denen 101 Arten zu den Zygaenidaen bzw. zu den Diur­naen gehören. Charakteristisch für den östlichen Mecsek sind die Weissbuchen-Eichenwälder (Querco-Carpenetum mecsekense) und die extrazonalen Buchenwälder (Fagetum sylvaticae mecsekense) . Neben der Löss­decke ist das untersuchte Gebiet hauptsächlich von Waldboden bedeckt. Dieser Grund charakterisiert auch die steileren südlichen Hänge, deswegen feh­len im östlichen Mecsek die für das Mecsekgebirge so charakteristischen Stepperassen und und Flaum­bucheichenwälder. Der submediterrane Charakter wird hauptsächlich durch die kalkliebenden Eichen­wälder gekennzeichnet. Die Thäler sind sehr nass und frostig. Auf dieser Biotope gedeihen mehrere hygrofile Arten: Thersamonia dispar hungarica Sza­bó, Palaeocrysophanus hippothoe sumadiensis Sza­bó usw. An den geschützten, trockenen Hängen mit offener Pflanzenwelt kommen xerofile Steppenty­pen öfters vor: Everes decolorata austriaca Beuret, Lysandra thersites Champ, usw. Est ist erstaunlich, dass in der Zone der ge­schlossenen Eichenwälder nemoralquerzetale Arten sehr selten sind: Coenonympha arcania L. (1,2%), Hamearis lucina L. (0,8%). Solange an den Drau­gebieten Ungarns und in der mittleren Zone des Mecseks westpalearktische Arten vielzahlig vor­kommen, ist ihr Anteil in den östlichen Gebieten des Mecseks, wo das kontinentale Klima der un­garischen Tiefebene seine Wirkung mehr fühlen lässt viel geringer. Die aus den westpalearktischen secundären Refugien abstammenden Arten (z. B. Lucasia subsolana Stgr., Lictoria achileae Esp., Ma­culinea alcon Schiff., Pyronia tithonus L.) sind nur Elemente die das Gebiet in seinem Charakter bun­ter färben. Den kleinsten Teil bedeuten die aus Si­birien abstammenden Artengruppen, dessen Bioto­pen sich hauptsächlich in den nordsüdlichen kalten Thälern konzentrieren. Mehr als 50% der Fauna besteht aus den polizentrischen paleraktisch-holark­tisch areaischen Hypereurien, sowie den euryoe­tisch-sylvicolmesophilen Arten. Da ich zwei Zönosen ausführlicher untersucht habe: I. die Umgebung des Zengős, II. die Umgebung Mecsekfalus — konnte ich das ökologische Spectrum und die pro­zentuale Teilname der einzelnen Arten verfolgen. Die Untersuchung auf landwirtschaftlichen Gebiet erwies eine kleine Zahl von Schädlingen: Pieris rapae (2,4%), Pieris brassicae L. (0,6%). Letztere Art verschwindet in einigen Jahren vollständig oder kann nur ganz selten eingefangen werden. Bei den Untersuchungen der Untergruppen der Zygaeniadae und der Diurna kann festgestellt wer­den, dass im Vergleich zu den Berichten Forsters (1955) und Gozmánys (1968) wesentliche Veränd­erungen bewiesen werden können. 1. Die Valva des männlichen Geschlechtsapparates des Jordanita globulariae Hbn. weist Unter­schiede auf gegenüber der europäischen Popula­tion. Der ventrale Teil der Valva trägt nie klei­nere Dornen, ihr dorzaler Rand ist gleichmässig gebogen und ihr Ende ist stark concav (Bild 5.). 2. Gemäss Forster (1960) fliegt un Ungarn der holo­mediterranen Lictoria achileae Esp. des expan­siven Types die Unterart Peserensis Reiss. Die Mehrheit der Population des Transdanubischen Mittelgebirges und Südtransdanubiens steht mit ihrer gedehnen Flügelform und massiger abger­undeten Apex näher zur ssp. zobeler Reiss. 3. Die Thermophilia meliloti Esp. Populationen des östlichen Mecseks sind wegen ihrer morpholo­gischen und geschlechtsorganischen (Bild 8.). Un­terschiede als selbstständige Unterart zu bet­rachten. Dee Uncus des männlichen Geschlechts­apparates der T. meliloti Esp. ist kräftig, ve­rengt sich in basaler Richtung und sein Apex ist abgerundetm nie gezogen. Die Lamina dorsalis ist massig gezogen. Die Dornen sind gross, ord­nen sich in einer Reihe und umfassen eine tra­pezförmiges helleres Gebiet. Die Lamina ventra­lis ist mit der Aedoeagus mit einem breiteren Grund verbunden. Mit ihren engeren Vorder­flügeln und mit der verhältnissmässig dünnen schwarzen Umsäumung der Hinterflügel unter­scheiden sie sich morphologisch von der Form der Ursprungslehre. Wenn meine weiteren Unter­suchungen das bestätigen finde ich es nicht aus­geschlossenm dass wir hier mit einer neuen Subs­pezies zu tun haben. 4. Ähnlicherweise ist auch die subspezifische Lage der Maculinea alcon Schiff, fraglich, dessen aus­führliche taxonomische Analyse nur nach der Re-

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