Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 17-18 (1972-1973) (Pécs, 1975)
Régészet - K. Zoffmann, Zs.: Die unveröffentlichten Pläne des neolithischen Gräberfeldes von Zengővárkony
DIE UNVERÖFFENTLICHTEN PLANE DES NEOLITISCHEN GRÄBERFELDES VON ZENGÖVÁRKONY ZSUZSANNA К. ZOFFMANN Die Publizierung des Gräberfeldes aus Zengővárkony erfolgte in zwei Teilen (DOMBAY 1939, DOMBAY 1960). Bei der Veröffentlichung der 78 Gräber im ersten Band brachte Dombay auch kleinere Detail-Gräberfeldpläne, auf denen er allerdings die Grenzen des Ausgrabungsgebietes nicht markiert hatte. In der Publikation aus dem Jahre 1960 existieren keine Detail-Gräberfeldpläne, vom gesamten Gräberfeld ist jedoch ein zusammenfassender Gräberfeldplan beigefügt. Auf diesem zusammenfassenden Gräberfeldplan, dessen Grundlage der Katasterplan aus dem Jahre 1891 bildet, fehlen jedoch ebenfalls die Angaben über die Grenzen der Grabungsfläche, was zu Verwechslungen Anlass geben kann. Denn es erweckt im Gegensatz zu der Tatsache, von der Dombay auch im Text schreibt, dass er die Ausgrabungen auf mehreren, von einander unabhängigen Gebieten durchführte, den Eindruck, dass das Gebiet vollständig erschlossen wäre. Zur genauen Auswertung des grössten erschlossenen Gräberfeldes der Lengyel-Kultur ist die Einschätzung der vollständigen Ausdehnung des Gräberfeldes, die Feststellung der Bestattungsdichte notwendig ; denn mit Hilfe dieser Angaben ist es möglich, die im Gräberfeld Bestatteten und so daraus die annähernde Zahl der in diesem Gebiet gelebten Bevölkerung geneuer zu bestimmen. Die oben angeführten Faktoren lassen es in erster Linie begründet erscheinen, die von Dombay nicht veröffentlichten, aber in seinem Nachlass (Dokumentationsarchiv der Archäologischen Abteilung des Janus-Pannonius-Museums) aufbewahrten ausführlichen Gräberfeldpläne zu publizieren. Dombays originale, auf Millimeterpapier mit Bleistift angefertigte Zeichnungen wurden in verschiedenen Massstäben angefertigt, häufig wurden verschiedene Teile der auf demselben Kartenblatt aufgenommenen gleichen Bestattungsgruppen in unterschiedlichen Massstäben gezeichnet. Unterschiedlich und ziemlich ungenau sind auch die Orientierungen. Der Wert der Pläne besteht aber zweifelsohne darin, dass die Grenzen der erschlossenen Gebiete eingetragen wurden. Die Erschliessungsmethode beruht bis 1948 auf dem Grabensystem, in den letzten Jahren der Ausgrabungen ging Dombay aber zum zusammenhängenden Blocksystem über: „In dieser Erde geht der menschliche Knochen zu gründe, so dass die Zahl der Gräber auf diesem Gebiet weitaus höher sein kann als gefunden wurden. Wir haben nur diese gefunden, aus denen ein Gefäss in den Graben fiel. Es sind also nur Abschnittsausgrabungen anwendbar..." (Tagebuchaufzeichnung Dombays vom 17.9.1948). Bezüglich der sich ständig ändernde Breite der Gräben bzw. der zwischen diesen unerschlossen gebliebenen Erdstreifen sind in den meisten Fällen ausser den Zeichnungen keine Angaben erhalten geblieben. Die aufgrund der Katasterkarte aus dem Jahre 1891 gezeichneten Lagepläne Dombays haben wir auf einheitliche Kartenblätter im Masstab 1:250 gezeichnet. Bei der Anfertigung derselben bestand die Hauptschwierigkeit in der Tatsache, dass die in Dombays Pläne eingezeichneten Grundstückgrenzen, nach denen Dombay im Laufe der Ausgrabungen die Gräben ausgerichtet hat, nicht den Katasterangaben des asymmetrischen Grundstückes entsparchen. Dementsprechend war es uns nicht möglich, den Gräberfeiplan mit den Katasterangaben in vollkommene Übereinstimmung zu bringen. (In diesem Fall wären nämlich unerschlossenen Gebiete als erschlossene erschienen oder umgekehrt, bzw. es hätten sich die Graben und mit ihnen die Entfernung zwischen den einzelnen Gräbern verändert.) Aus diesen Gründen projizierten wir auf alle Kartenblätter über die authentische Katasterkarte die ungenauen Grundstücksgrenzen Dombays (die Zeichnungen der Gräben und Gräber zwischen den Grundstücksgrenzen liessen wir unverändert). So haben wir auf alle Kartenblätter jeweils einen fixen Punkt angegeben, nach dem wir die gesamten Daten ausrichteten, und so konnten wir auch auf den Plänen Dombays die Abweichungen zwischen den tatsächlichen Parzellengrenzen verringern. Im Laufe der Gräberbeschreibungen gab Dombay keine genaue Orientierung an (DOMBAY 1939, 1960), obwohl aus seinem Tagebuch hervor-