Janus Pannonius Múzeum Évkönyve 16 (1971) (Pécs, 1972)
Régészet - Bándi, Gábor: Untersuchung der Bestattungsbräuche bei bronzezeitlichen Brandgräberfelden
64 ' G. BANDI ebenso schwierig. Aus Mangel an bewertbaren Kindergräber kann nur die Folgerung gezogen werden, daß nach dem Juvenilis-Altersgruppe mit wesentlich größeren Gefäßanzahl, befindet sich auch hier ein Rückfall zwischen den Jahren 23-40. Bei der Maturus-Altersgruppe ist die langsame Zunahme in der Anzahl der Gefässe schon besser zu bemerken. Der Tendenzwert der Beobachtung weist in diesem Punkt eine Zusammenhang mit Környc auf (Abb. 7.). Die Annahme, daß zwischen den ins Grab gelegten Gefäßmengen und Lebensalter eine gesetzmäßige Zusammenhang besteht, ist durch das in den nordtransdanubischen Gräberfeldern erhaltenen Gesamtergebnis bestärkt. Hinter der im erwachsenen Lebensalter erweisbaren Veränderung bzw. der zahlenmäßigen Abnahme im Vergleich mit den Kindern, mögen ethnologische und übliche Gebräuchsrecht gestanden haben. Bei den Inf. I—II. und Juvenilis- Altersgruppen ist der Beweggrund zu einer zahlreichen Gefäßbeigaben noch besser anzunähern. In den mehrere Gefässe enthaltenden Gräbern - bei der relativ typenarm Keramik - sind das sog. Miniaturgefäß und das Kleintöpfchen oder Schüsselchen mit einem Henkel und ausgebogenem Rand sehr häufige Formen. Deren Höhe tritt aber den 5 Zentimeter in allgemeinen nicht über. Durch das häufige Vorkommen dieser charakteristischer Form ist eine Möglichkeit gegeben, um deren quantitatives Vorkommen gleicherweise mit den Altersdaten der Gräberfelder zu vergleichen. Aus der zusammenfassenden Tabelle des Gräberfeldes von Környe ist es sogleich abzulesen, daß der echte Index der Zusammenhang zwischen Gefäßanzahl und Lebensalter kann in dieser Gefäßform gesucht werden. Diese Darstellungsform ist also nur eine Verfeinerung der früheren Graphiken (Abb. 8.). Im Gräberfeld von Mosonszentmiklos entfaltet sich auch eine ähnliche Lage. Die Häufigkeit der kleinen Töpfchen ist erstens für die Kindergräber charakteristisch, bei den erwachsenen Altersgruppe ist es von sekundärer Bedeutung (Abb. 9.). Auf Grund deren kann man voraussetzen, daß die Kleintöpfchen der Kindergräber vielleicht Spielzeuge gewesen sein könnten und bei einem gegebenen Fall die Ausdruckform eines solchen Gebrauches, in welchen den Kindern (vielleicht auch den Heranwachsenden) Gefässe von größerer Anzahl gebührten. c) Eine interessante Möglichkeit ist vorhanden um die weitere Entwicklung dieses bei der nordtransdanubischen Gruppe der Bevölkerung der inkrustierAbb. '7.