Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1960) (Pécs, 1961)

Füzes Endre: A Janus Pannonius Múzeum szaru sótartói

 J. F. MÜZÉUM SZARU SÖTARTÖÍ 319 Két sótartó fedelén látunk ember-, illető­leg állatábrázolást. Az 51.107.1.2 ltsz, fede­lére puskás betyáralakot (22. kép), az 51.109.1 ltsz. sótartó fedelére pedig fák közt szaladó szarvast (26. íkép) faragott készítője. Sajnos, díszítőművészeti szakirodalmunk, egy-két rövid megjegyzéstől eltekintve, nem foglalkozott a szaru sótartókkai. Hiányoznak ezideig; az egyes sótartó gyűjtemények rész­letes leírásai, leíró katalógusai is. Amíg ezek DIE HORN-SALZFÄSSER DES Die Schnitzereien bilden ein bedeutendes Gebiet der ungarischen Volks-Dekoirationskunst. Die volk­liche Schnitzereilkunsit, die sich durch ihre Menge, durch den Abwieschlungsreichtum der Ornamente und der dekorierten Gegenstände weit aus der Volkskunst der europäischein Völker hervorhebt, hat auch in der volklichen Kultur Transdainubiems einen bedeutenden Platz inne. Obzwar sich allge­mein und auch in der Fachliteratur die Meinung verbreitet hat, dasis die Hirteinkunst Transdanubiens vornehmlich in den Komitaten Veszprém, Zala und Somo,gy geblüht habe, ist es unzweifelhaft, dass dieser Zweig der volklichen Dekoratioinskunst auch im Kcniitate Baranya von Bedeutung war. In den vergangenen Jahrhunderten gab es auch hier, be­sonders im südlichen Teil des Kornitates, bedeu­tende extensive Viehzucht. Sicherlich entwickelte sich parallel mit den grossen Viehbeständen auch die Schicht der Hirten und so die Hirtenkunst. Später, um die Jahrhundertende kamen neben den Hirten-Schnitzern auch Forstmänner Förster, Jäger us .) so wie Landwirtschaft treibende Bauern als Schnitzer zum Vorschein, von deren Händen Schnit­zereien — darunter auch Horn-Salzfasser — in grosser Zahl in private und gemeinschaftliche Sammlungen gelangten. In der volklichen Schnitzereisa'mmlung des Ja­nus Pannonius Museum belegen die Horn-Salzfasser einen bedeutenden Platz. Die in der Fachkairtei geführten 56 Horn-Salzfässer kamen zwischen 1®Ö7 —1960, in mehreren Gruppen in den Besitz des Museums. Die meisten wurden in den Jahren 1934/ 35 gesammelt. Die aus Horn angefertigten Salzfässer sind all­tägliche Gebrauchsgegenstände. Der Hirt auf der Weide, der Förster im Wald, der Jäger trug es immer bei sich, damit es toed der Einnahme der Mahlzeit immer bei der Hand sei Deshalb war die Rolle der Salzfässer auf die Ernährung des Volkes begrenzt. Nach der Jahrhundertwende, besonders in den letzten Jahrzehnten, als die vollkliche Schnitzerei infolge der Kcnjuktur der Museen, und Privatsammler zum Gewerbe wurde, wurden auch die Horn-Salzfässer volkliche Dekoratioinsgegen­stände, gesuchte Kumstgegenstände Die Horn-Salzfässer wurden folgendermassen angefertigt. Vom Horn des weissen Rindes (Bos primigenius hungaricus) wurde ein drei Finger breiter Ring abgesägt, weichgekocht, sodann auf einen Rahmen geschlagen (1. Abb.). Am Rahmen trocknete er und gewann auf dieser Weise die ihm eigene ovale Gestlt. Nachher entfernte der Schnitzer den überflüssigen Teil mit dem Messer (2. Abb.), nem állnak rendelkezésre, addig sem dara­bonként, sem összességében nem hasonlíthat­juk össze gyűjteményünket más vidékek ha­sonló népművészeti alkotásaival. Sótartóink jellegzetes ornamentikája alapján annyit azonban így is megállapíthatunk, hogy gyűj­teményünk része a Dunántúl, azon belül pe­dig a Balatontól délre eső vidék népi faragó­művészetének. JANUS PANNONIUS MUSEUM schitzte aus Holz einen Sockel und Deckel dazu, und schmückte die Seite des fertigen Salzfasses mit Schnitzerein. Im gründe genommen finden wir zwei Arten der Schmückungs'echnik auf den Salzfässern; die Technik des Graviersens und die Technik des Rit­zens. An jede den beiden Techniken knüpft sich eine besondere Methode des Kolorierens; zur Tech­nik des Gravierens das Ausfüllen der Vertiefungen mit Siegellack („spanyolozás"), zur Technik des Rit­zen® das Kolorieren mit Schneidewasser (Salpeter­säure, HN0 3 ). An einigen unserer Salzfässer; fin­den sich gleichzeitig beide Techniken vor. —Bei den gravierten Stücken vertriefte der Schnitzer die Oberfläche des Homes um 1—2, mim mit seinem Messer und formte das Ornament mit solch tiefen und breiten Linien. Die Ornamente sind hier grös­ser, einfacher und breiter. Die Ornamente färbte er, indem er warmen Siegellack versehidener Farbe in die ausgehobenen Linien drückte. —• Viel minuzi­ösere und feinere Muster wurden mit der Ritz­technik erzeugt. Bei dieser ritzte der Erzeuger das Motiv mit der Spitze seines Messers in das Horn und rieb sodann die geritzte Linie mit Russ, Hut­fett oder gebrannter Nuss ein. Das Scheidewasser wurde mit de>m Strohalm oder einer Gänzefeder auf das Horn aufgebracht, das es dann an dieser Stelle gelb oxidierte. Auf die Bewertung der Sammlung übergehend, kann festgestellt werden, dass wir unsere Salzfass­Samimiliung auf Grund des Materials, der Form und des Ursprungsortes der Salzfässer nicht zu grup­pieren vermögen. Wir sind nur dann in der Lage dies zu tun, wenn wir die Schmückungstechnik ins Auge fassen. Diese übt entscheidenden Einfluss auf die äussere Erscheinung des Stückes aus, setzt die Möglichkeiten der Ornamentik und der Kolorierung fest, ja beeiiniflusst das Ornament selbst. Wir kön­nen also feststellen, dass die Ornamentik der Horn­Salzfässer von der Technik des QrnamenUerens abhängig ist. — Wenn wir die einzelnen Techniken des Ornamentierens zeitlich placieren wollen und zu diesem Zweck die auf den Salzfässern sichtba­ren [Jahreszaklen] untersuchen, finden wir, dass die gravierten Salzfässer zwischen 1877 und 1898, die geritzten aber zwischen 1892 und 1960 angefe­rigt wurden, dass also die Gravierten die älteren sind. Die Gegenstände der Sammlung erbrigen auch den Bewies, dass die beiden Techniken auch gleich­zeitig nebeneinander bestanden. Mit dem geschicht­lichen Nacheinander der zwei Techniken be­schäftigen sich János Manga und György Doma^ novszky. Nach der Mangas ging die Ritztechnik ENDRE FUZES

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