Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1958) (Pécs, 1958)

Dombay János: Kőrézkori és kora-vaskori település nyomai a pécsváradi Arany-hegyen

102 DOM BAY JÁNOS lande laufend gebaut wurde. Das verrät uns der Grundiss (I. Beilage) schon auf den ersten Blick. Wir meinen, dass an die Stelle des früheren, klei­neren und einfacheren Gebäudes mit der Zeit ein grösseres, geräumigeres gebaut wurde. Das ist nicht nur aus der Vermehrung der Familie und ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zu erklären, sondern auch aus der Ortsgebundenheit, was im Zusammen­hang mit den Gesellschafts- und Eigentumsverhält­nissen der Epoche steht. Durch eine langwährende, im selben Gelände sich entwickelnde Ansiedlung und Bebauung sind die um die Häuser zum Vorschein gekommenen vie­len Wirtschaftsgebäude zu erklären. Besonders auf­fallend ist deren hohe Zahl in den Ecken zwischen den Wohnhausresten der VI — IX. und IV — V. Grabungsflächen und an der südöstlichen Seite der ersteren. Es ist völlig unwahrscheinlich, dass diese alle zur gleichen Zeit bestanden haben. Ihre grosse Zahl erklären wir, abgesehen davon, dass sie keine lange Lebensdauer hatten, mit dem ständigen An­wachsen der wirtschaftlichen Ansprüche. Wir hal­ten es für nicht ausgeschlossen, dass die kleinere, ?ingezäunte 259. Grube (19. Bild) zum im nordwest­lichen Teil der VI — IX. Grabungsfläche gelegenen, kleineren ersten und zweiten Gebäude gehörte, die grösseren eingezäunten 325a, 320. und 330. aber zum später errichteten, grossen rechteckigen Gebäude [20. Bild). Als das Wohngebäude vergrössert wurde, hat man wahrscheinlich aus demselben Grunde auch die dazugehörige Wirtschaftseinrichtung er­weitern müssen. Allerdings sind wir der Meinung, dass sich vor uns das früheisenzeitliche Bauernhaus mit seinem Wirtschaftshof erschlossen hat. Ob Tier­zucht oder Landwirtschaft das Übergewicht hatten, oder was für ein Verhältniss zwischen den beiden Wirtschaftszweigen bestand, darüber besitzen wir vorläufig noch keine ausreichenden Angaben.

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