Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1956) (Pécs, 1956)

Horváth Adolf Olivér: Mecseki tölgyesek erdőtípusai

148 HORVÁTH A. OLIVÉR í Die Waldtypen des Mecsekgebirges Das Mecsekgebirge ist das südlichst gelegene Gebirge Ungarns. Es erhebt sich im südöstlichen, von der Donia und dem unteren Lauf der Drau eingenommenen Teil Transdanubiens. Mit den geologischen, bodenkundlichen, makro- und mikro­klimatischen Veifnältnissen des Gebirges und seiner Umgebung, ferner mit seiner Flora und Vegetation, mit dem Zusammenhang der Florenelemente und der Vege­tation mit dem Gestein und endlich mit den f orstwissenschaftlichen Beziehungen der phytocönologischen Untersuchungen befasste sich Verfasser bereits in mehreren Schriften (Horvát 5, 7, 8). Im vorliegenden Aufsatz beabsichtigt Verfasser mit einem Schritt vorwärts zu schreiten indem er sich auf Grund seiner vierzehnjährigen cönologischen Forschungen und vierjähriger pflanzengeographiseher Kartierung mit den Waldtypen der Eichen­wälder (Quercetalia) befasst. • Oberhalb der Stadt Pécs befindet sich an die Weingärten anschliessend, in südlicher Exposition auf Triaskalk in einer Meereshöhe von 300 bis 400. m das Querceto Cotinetwm nnecsekense, mit seinen lokalen Charakterarten: Artemisia alba, Inula spiraeifolia, Orchis sírnia, Tilia tomentosa. Fie Hälfte der Arten besteht aus südöstlichen Elementen. An diesen Karststrauchwald gliedern-sich in einer Meeres­höhe von 400—600 rn, auf dem Rüdkea des Mecsek oberhalb Pécs die Typen des kalkliebenden Eichenwaldes (Querceto-bithospermetum mecsekense) an. Diesen Waldtypen fehlen: Car ex halleriana, Oryzopsis, Vicia sparsiflora, die sonst für das Ungarische Mittelgebirge charakteristisch sind. Ein interessanter lokaler Charak­tertyp ist die Carex flacca-Facies, die aber auch im Zerreichen-Eichenwald (Querceto­Potentilletum albae) aufzufinden ist. Dem Karststrauchwald gegenüber ist die Zahl der südöstlichen Elemente geringer, doch aber noch immer ziemlich bedeutend. Von den zu den Quercetalia gehörenden Waldtypen sind die verschiedenen Typen des Zerreichen-Eichenwaldes (Querceto-Potentilletum albae) am häufigsten. Im Zerrei­chen-Eichenwald des Mecsekgebirges wird Quercus cerris grösstenteils durch Qu. petraea, die kontinentale Potentilla alba — der Flora und Vegetation (wie auch der geographischen Lage und dem Klima) entsprechend — durch die mediterrane P. mic­rantha ersetzt. Der Poa nemoralis-Festuca heterophylla-Typ kommt auf Sandstein, auf Lias­schiefer und auf aus .mediterranen Schichten hervorgegangenen, eher sauren Böden, vorwiegend in südlicher und östlicher Exposition, vor. Als lokale Charakterart gilt hier, gemeinsam mit allen übrigen Wäldern des Mecsekgebirges Helleborus odorus. Der Melica uniflora-Typ des Zerreichen-Eichenwaldes zeigt schon einen Über­gang zum Querceto-Carpinetum. Die in diesem auffindbaren Charákterairten sind: Genista ovata var. nervata, Ruscus hypoglossum, R. aculeatus. Die Nordhänge ausgenommen kommt dieser Waldtyp in allen Expositionen, auf dem Bergrücken, wie auch auf den Abbängen gleichsam vor. Der Brachypodium silvaticum-Typ ist wahrscheinlich sekundär, grösstenteils durdh die Forstwirtschaft hervorgerufen. Auch die Kastanienhaine gehören zu den in Parkwald umgestalteten Zerreichen­Eichenwälder. Die kalkmeidenden Eichenwälder (Querceto-Luzuletum) kommen im trockenen und wairlmlen Mecsek nur als kleine Flecken, hauptsächlich in nördlicher Exposition auf saurem Boden vor.

Next

/
Oldalképek
Tartalom