Janus Pannonius Múzeum Évkönyve (1956) (Pécs, 1956)
Dombay János: A domolospusztai gót sírlelet
DIE GOTISCHE GRABFUND VON DOMOLOSPUSZTA 125 zehn Zellen, die mit kleinen, runden, flachgeschliffenen Almadinplättchen ausgefüllt sind. Auf beiden Seiten des Fusses sind ihrer auch fünf Paar; sie stehen halb aus dem Rahmen hervor. Die Form des Fusses ist ähnlich den Füssen der jüngeren Fibeln; ihre grösste Breite fällt oberhalb der Mitte. 40 Die Nadelkonstruktion ist gleich der von Domolospuszta. Sie unterscheidet sich von ihr nur soweit, dass auf ihrer^ Rahmenleiste nur drei runde Zellen sind, und in der Mitte ihres Riemen beschlages aber, .zwischen doppelten Spiralen, nach dem v Schnallenreif blickend, .eine bärtige Maske sichtbar ist. Auf der Kopfplatte der Fibel von Beregszász 47 sind fünf flache Tierköpfe. Ihr rombusförmiger Fuss, ihre Kopf platte und beide Seiten ihres Bügels, sind mit Rankenornamenten bedeckt. Auf dem Rahmen' ihres Fussteiles befinden sich zwei runde Zellenpaare. Sie ist mit unserer Fibel von Domolospuszta nah verwandt; wir heben die Ähnlichkeit der Tierköpfe noch hervor. Die Fibeln von Bökénymindszent gehören auf Grund des Tierkopfes am Ende ihrer rombusförmigen Füsse, der runden Zellen am Rahmen, der Fussplatte, sowie der Halbkreisform ihrer Kopfplatte auch dieser Gruppe an. Auf der einen Kopfplatte sind Rankenornamente zu sehen. Auf den beiden^anderen wurde aus den Ranken, ein kettenähnliches Muster. 48 An allen drei Füssen finden wir, an die Rombusform der Fussplatte angepasste Muster. Am Rande der grossen Fibel, finden wir in der Mitte einen, in Vorderansicht dargestellten Tierkopf, nach beiden Seiten aber, je zwei hakenschnabelige Vogelköpfe, mit dem Schnabel gegen den mittleren Tierkopf gerichtet. 49 Ähnliche, aber dreiteilige Kompositionen, pflegen am Ende des Fibelfusses und des Riemenbeschlages der Schnallen zu sein. * Auf dem Köpf der Fibel von Kökényzug 50 sind Tierköpfe, die denen der Fibel von Domolospuszta ähneln, die Rankenornamente der Kopf- und~Fus$platte und andere Details, stimmen auch überein. Hampel veröffentlichte, von unbekannten ungarischen Fundorten stammende, ihren charakteristischen Zügen nach hierher einreih-bare Fibeln 51 und eine geschmückte Schnalle. 52 Aus dem rückwärtigen Ende des geschmückten Dornes der Schnalle, ragt der Kopf eines 'hakenschnabeligen Raubvogels hervor, wie an der Fibel von Domolospuszta. An der äusseren Seite der Rahmenleiste reihen sich fünf Paar Raubvogelköpfe in symmetrischer Ordnung; ihre Äugen sind rote Steine. Ihren Hals deuten die gleichen hervorstehenden Rippen, wie die der Vögel von Domolospuszta an. Auch am Ende des RiemenbeschlHPes befindet sich eine ähnliche dreiteilige Tierkomposition, wie die auf der Schnalle von Domolospuszta. In der Dekoration der Schnalle spielen auch hier, ausser den Tierdarstellungen, die Zellen und Ranken eine bedeutende Rolle, wie bei der Schnalle von Domolospuszta. Den doppelzweigigen, gabelförmigen Hals der Schnalle von Szécsény, 53 der 40 N. Aberg, Die Franken und Westgoten S. 55. 47 Alföldi A., Leletek a 'hun korszakból és az ethnikai szétválasztások. A. H. IX. Abb. 14. 48 A. É. I. (1881) S. 204. 8—10. 49 Ebendort, 8. 50 Csalány G., Jazyg és szarmata leletek a szentesi múzeumban.. Aufsätze — Szeged, VIII. (1932.), S. 163. T. XLIX. 8. 51 J. Hampel, Altertkümer... III., T. 54 1—2. T. 55. 1. 5- Ebendort, T. 53. 1 a.—1 b. 5:i A. É. VII. (1887), S. 429. 1.