Bárth János szerk.: Cumania 18. (A Bács-Kiskun Megyei Önkormányzat Múzeumi Szervezetének Évkönyve, Kecskemét, 2002)

Archeológia - Wicker Erika: Muzulmán elemek a hódoltság kori rácok temetkezési szokásaiban

119 Erika Wicker MUSELMANISCHE ELEMENTE UNTER DEN BESTATTUNGBRÄUCHEN DER RAZEN IN DER TÜRKENZEIT - Auszug ­Ein charakteristischer Zug der südslawischen Bevölkerung während der Türkenzeit war - wie es aufgrund der bisher geöffneten Gräber festzustellen ist ­die wechselhafte Armhaltung, die als prawoslawische Tradition zu betrachten ist. Neben den Gräbern, die mit geradem Boden sog. Sargform haben, wurden hier besondere Grabformen: gestufte Gräber und Gräber mit Nebenkammer in äusserst grosser Zahl geöffnet. Dies kann auf islamische Traditionen zurückgeführt werden. Die Tatsache, dass es in diesen Gräbern nie einen Sarg gibt, zeigt auch einen muselmanischen Einfluss. Gerade der Mangel des Sarges unterscheidet diese Begrabungensarten von den - auch durch die Volkskunde bekanntgewordenen - Gräbern mit Erdbänken. Die Vertiefung der Grabmitte bzw. die Nebenkammer sollte den Sarg selbst ersetzen, deshalb hat die Autorin diese Bestattungsweise als Begrabung im Erdbanksarg benannt. Die Schliessung der gestuften Gräber, also der Erdbanksärge erfolgte mit flachen Steinen - auf steinigen Böden, und mit Brettern in gesteinarmen Gebieten. Sämtliche Zudeckungsarten konnten bei der Öffnung des Friedhofes Bácsalmás­Óalmás im Jahre 2002, nach Beendigung dieser Arbeit beobachtet und dokumen­tiert werden.

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