Bárth János – Sztrinkó István szerk.: Cumania 13. (Bács-Kiskun Megyei Múzeumok Évkönyve, Kecskemét, 1992)

Történelem - D. Szabó Kálmán: Dusnok történeti földrajza

TÖRTÉNELEM 241 HISTORISCHE GEOGRAPHIE DES DORFES DUSNOK (Zusammenfassung) Das Dorf Dusnok liegt am westlichen Rand der Großen Ungarischen Tiefebene in der Nähe der Donau zwischen den Städten Kalocsa und Baja. Schon in seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1193 wurde Dusnok als Dorf bezeichnet und war auch im Mittelalter ständig bewohnt. Während der Türkenherrschaft sind fast alle Siedlungen dieser Region verwüstet und entvölkert worden, so auch Dusnok. Seine ungarische Einwohner verschwanden um 1630. Ungefähr nach 3 Jahrzehnten begann die erneute Bevölkerung des Dorfes: die ersten Siedler waren Überlebende der Urbevölkerung, die ursprünglich aus der Umgebung stamm­ten. Später kamen die nach Ungarn eingewanderten — damals Razen genannten — Südsla­wen dazu. Nach der Vertreibung der Türken aus Ungarn Ende des 17 Jh. fiel Dusnok, wie auch die weite Umgebung, in den Besitz des Erzbistums von Kalocsa. Um 1710 begann die neue Herrschaft mit der Organisierung seiner riesigen Ländereien. Das mittelalterliche, dichte Siedlungsnetz mit seinen Klein- und Zwergdörfern sollte nicht erneut zum Leben erweckt werden. Stattdessen sollten nun größere, zentral liegende Dörfer gefördert werden, in deren Gebiet — bei Bedarf und Notwendigkeit — auch andere entvölkerte ehemalige Dorfterritorien — Puszta genannt — eingemeindet werden konnten. Dusnok gehörte auch zu den nach diesem neuen Prinzip organisierten Dörfern. Während der ersten Jahrzehnte der allmählichen Neubesiedelung war der Anteil der ungarischen und slawischen Familien ungefähr gleich verteilt. Nach einigen Generationswechseln verschwand jedoch die ungari­sche Sprache fast volständig und bis zum Ende des 18. Jh. hat sich das Slawische ganz durchgesetzt. Die anfängliche Zweisprachigkeit spiegelt sich in der Namensgebung der geographi­schen Objekte des Dorfes wider. Viele alte Orts-Flur- und Gewässernamen übernahm die Bevölkerung unverändert aus dem Ungarischen, andere Namen wurden entsprechend dem slawischen Sprachgebrauch mehr oder weniger verstümmelt. Daneben entstanden auch völlig neue, slawische geographische Benennungen. In dieser Abhandlung dokumentiert der Verfasser die amtlichen oder von Amtsperso­nen niedergeschriebenen Flur- und Gewässernamen der Dorfes. Als Quellen dienten alte Land-, Vermessungs- und Militärkarten, zeitgenössisches Archivmaterial und Fachliteratur. Die heute lebenden, noch gebräuchlichen Namen sammelte der Verfasser durch Befragung der Bevölkerung. Zum Aufbau der Datei: Nach den fortlaufend numerierten Titelnamen werden die in den Quellen niedergeschriebenen Namensformen und Namensvarianten wort- und buchsta­bengetreu aufgeführt. Danach wird, falls vorhanden, die Textumgebung des betreffenden geographischen Namens noch einmal als Zitat aufgeführt. Dann folgt in Klammern das Erscheinungsjahr und die mit Codenummer bezeichnete Quellenangebe. Die einzelnen Namensartikel wurden mit Kommentaren ergänzt: das Objekt wird lokalisiert, seine frühere und heutige Beschaffenheit beschrieben und bei eingemeindeten Pusztadörfern die Geschichte kurz dargestellt. Der Kommentar wird mit dem lebenden, vom Volk noch heute benützten Namen abgeschlossen. Eine gesonderte alphabetische Auflistung aller Namen und der beiliegenden Karten ermöglichen dem Leser die Übersicht.

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