Horváth Attila – Solymos Ede szerk.: Cumania 5. Ethnographia (Bács-Kiskun Megyei Múzeumok Közleményei, Kecskemét, 1978)

Gaál K.: Divat vagy népművészet

Gegenstandes. In unserem Fall ist eine bestimmte K-mmart als Trachtenstück modisch und für eine Zeit heimisch geworden, wobei bei den einzelnen sozialen Gruppen Unterschiede nach Qualität aber auch nach Verwendungshäufigkeit feststellbar sind. MIT HANDARBEIT WIRD EIN KAMM IN DER FOLGENDEN REIHENFOLGE GEMACHT 1 I. Horneinkauf : bis 1885 von den ortsansässigen Kiskunfélegyházer Fleischernr Später haben wir es von den Fleischern und Gerber in Kecskemét erworben. Hier erwähne ich, daß die Fleischer es damals schon samt Haut nach Kilo verkauft haben, weil sie dadurch mehr dafür bekommen haben. Bis zum Jahre 1882 in Kiskunfélegyháza, aber auch sonst überall, mit Ausnahme des kleineren Horns, war je ein Stück für 10 —12 Kreuzer zu haben; es war 1 /4 Anteil mit ungarischem Ochsenhorn ver­mischt. Nach einigen Jahren, kostete schon das unga­rische Ochsenhorn 35, 40, 50 kr. Das schöne unga­rische Kuhhorn kostete aber 10— 12 kr. und so wurde es von Jahr zu Jahr teurer, hier an Ort und Stelle konnte man nur von den Sattlern einige Stücke bekommen: In den 1890-er Jahren kostete schon das ungarische Ochsenhorn 60 kr. pro Stück. Ein schö­neres Stück ungarisches Kuhhorn kostete 20 kr. und war in größerer Menge nur in Budapest beim Großhändler zu erwerben. Im Jahre 1900 kostete schon das Ochsenhorn 1 FL, und das ungarische Kuhhorn 40 kr. pro Stück. Das Kleinere (Schweizer Rasse) und das ungarische Horn von 2—3 jähri­gem Vieh erreichte schon 10 —15 kr., obwohl es früher nur als Daraufgabc mitgenommen wurde. In den ersten zwei Kriegsjahren ist das Geschäft nicht gegangen, aber in den Jahren 1916 — 17 kostete ein Stück 50—60 Kronen und war nur in Budapest zu haben. In den 1918 —19-er Jahren kostete das ungarische Ochsenhorn schon 100—120 Kronen von Varadi Ferenc — Kammachermeister. Um 1920 in Kis­kunfélegyháza geschriebener Text wurde wörtlich über­setzt. pro Stück, sogar das schwache kleine Horn kostete 60—70 Kronen pro Kilo. Über Horneinkauf erwähne ich noch, daß ich aus Siebenbürgen mehrmals Büf­felhorn bringen ließ. II. Wenn schon das Нот gekauft wurde, fangen wir die Herstellung eines Kammes an. Die Hornstücke werden in die Werkstatt hinein­getragen, vorher wird aber aus denen der Knochen mit einem Beil herausgeschlagen und nachher messen wir mit einem Staberl die Länge des inneren Hohl­raumes. Mit der geeigneten Säge, deutsch sróds^ag, sägen wir es nach Ermessen auf mehr Stücke auf. Nachher legen wir es in einen großen Eisentopf oder Kessel hinein, den füllen wir mit Wasser und machen ein großes Feuer daruntei. Es wird eine Stunde lang gekocht und nachher fängt das Pressen an. Das schön fein aufgeschnittene trockene Holz brennt auf der Feuerbank oder im Kesselhaus den ganzen Tag oder sogar die ganze Woche. Sind die Hornstücke gut gekocht, werden sie auf einem Spieß dauernd über Feuer gedreht, bis sie richtig weich werden. Man nimmt sie vom Spieß herunter und schneidet auf der geeigneten Stelle mit dem Messer zum Aufschneiden, sniffer, auf. In beiden Händen ist eine große Preßzange und wird je eine Zungen­spitze in den aufgeschnittenen Spalt hineingepaßt. Das warme Stück wird vorsichtig ausgebreitet, fest in den Zangen gehalten und eiwärmt. Es wird in den großen Schraubenstock gespannt und wird kalt bis das nächste Stück bzw. Tafel an die Reihe kom­men kann. Diese Arbeit wird gemacht, bis der ganze Vorrat gepreßt ist. 1st das Pressen fertig, nehmen wir die Tafel, die gespalten werden soll und schneiden sie auf zwei Stücke auseinander, nachher teilen wir die Tafel nach Qualität ein und tragen das Ganze auf den Dachboden zum Trock­nen hinauf. Ist es genügend ausgetrocknet, wollen wir zuerst einen Haar knoten kam m in Arbeit nehmen. Eine Menge wird in die Werkstatt heruntergetragen. Der Größe nach wird eine Kontur gezogen und mit der Säge zum Ausschneiden aus^sneidpogen, herausgeschnitten. Stücke, bei denen es nötig ist, werden mit dem Beil, phauhackel, ausgehaut und nachher mit dem Aus­kratzer, krat^er, gleichmäßig ausgekratzt. Nachher 208

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