Horváth Attila – Bánkuti Imre – H. Tóth Elvira szerk.: Cumania 3. Historia (Bács-Kiskun Megyei Múzeumok Közleményei, Kecskemét, 1975)

Bárth J.: Adalékok az 1848/49. évi forradalom és szabadságharc kalocsai történetéhez

JÁNOS BARTH BEITRÄGE ZUR GESCHI UDN DES FREI VO N I 848/49 I N D Die Publikation beschäftigt sich eingehender mit den folgenden drei Themen: 1. Stadt Kalocsa zur Zeit der Revolution und des Freiheitskampfes von 1848/49. 2. Das Erzbischofstum und der Freiheitskampf. 3. Das Erzbischof- und Domkapitelherrschaftsgut von Kalocsa in den Jahren 1848/49. Mit grosser Freude empfing das Volk gleicherweise in Kalocsa und Umgebung die Nachricht über die Märzrevolution. Die Leiter der Ortschaften trachte­ten mit Volksfesten die Einstellung der Frongeldleis­tungen zu feiern. Aber bald nach den freudevollen und festlichen Märztagen folgten die schwierigen Wochen der matériáién Hilfeleistung an die gefähr­dete Heimat, sowie die Organisation der National­garde und der 1 lonved. Die wichtigste Aufgabe der auch in Kalocsa organisierten Nationalgarde war die Sicherung der Binnenordnung. In Juli 1848 wurden jedoch die Nationalgardisten nach Bácska beordert, wo sie an der Belagerung von Szenttamás teilnahmen. Die grossen Kriegsoperationen des Freiheitskam­pfes verschonten Kalocsa und seine Gegend. Es kam nicht zu einer bedeutenden Schlacht an der um die Stadt der Donau entlang liegenden Ebene. Bios klei­nere Militärdurchmärsche und bewaffnete Aktionen von lokalem Charakter bedeuteten in Kalocsa und Umgebung die Kriegereignisse des Freiheitskampfes. Die Militärdurchmärsche waren meistens auch mit einer Machtänderung verbunden. Der Machtände­rung folgte immer ein Wechsel in der Person des Bürgermeisters. Anfang 1849 wurde in Kalocsa das Gebäude des Piaristengimnasiums, der Elementarschule und des Seminariums in Millitärspital umgestaltet. Während des Freiheitskrieges fielen die materiellen Sorgen der Unterhaltung des Spitals dem Erzbischofsherr­CHTE DER REVOLUTION HEITSKAMPFES R STADT KALOCSA schaftsgut zu, später aber bestritt der Stadtrat die Verköstigung der Verwundenen und bei ihrer Ent­lassung versorgte er sie mit Reiseproviant. Der Einmarsch der kaiserlichen Truppen in Kalo­csa am 25. Juli bedeutete das Ende des Freiheitskrie­ges. Es begann die Zeitspanne der militärischen Er­pressungen, der rechtlosen Langtransporte, der Rei­nigungen in den Aemter und des Einfanges der Sol­daten. Die Verpflegung des einquartierten Heeres fiel den Einwohnern der Stadt zu. Wenn man jene Feststellung der ungarischen Ge­schichtsschreibung zu Grunde legt, dass die Mehrheit der Leiter der katholischen Kirche mit dem Erzbi­schof János Hám von Esztergom an der Spitze aktive Feinde der ungarischen Revolution und Freiheits­kampfes waren, scheint Erzbischof Ferenc Nádasdy eine relativ positive Gestalt zu sein. Dasselbe kann gleicherweise von der, das Leben der Diözese leiten­der Erzbischofsbehörde, vom heiligen Stuhl und vom Domkapital festgestellt werden. Darin dass die Leiter des Erzbischofstums von Kalocsa-Bács nicht zum aktiven Feind der Ideen der bürgerlichen Revo­lution und der Nationalfreiheit wurden, spielten ausser ihrer persönlichen Überzeugung und Gefüh­len auch das mit, dass ihre Diözese von den serbi­schen Insurgenten, Feinde der ungarischen Revolu­tion sehr viel gelitten hatte. Der Erzbischof und die leitenden Priester der Diözese von Kalocsa unter­stützten materiell mehreremal die Sache der unga­rischen Revolution und des Freiheitskampfes. In der Diözese von Kalocsa wurden die seitens der ungari­schen Regierung ausgegebenen, die Kirsche betref­fenden Verordnungen regelmässig veröffentlicht. Dasselbe kann nicht von den mit den Interessen der ungarischen Regierung gegensätzlichen Befehlen, Ansuchen und Verordnungen gesagt werden. Viele 245

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